Weihnachtliche Melodien für einen guten Zweck

Cornelia Liebwein

Von Cornelia Liebwein

Do, 21. Dezember 2017

Häusern

Der Männerchor Bannholz und zahlreiche Solomusiker geben in der St. Fridolinskirche in Häusern ein Benefizkonzert.

HÄUSERN. Wer am Sonntagabend die Türen der St. Fridolinskirche öffnete, wurde beim Benefizkonzert "Almzeit" von musikalischer Herzlichkeit empfangen. Das vorweihnachtliche Klangbad zum Innehalten war von den Organisatoren überwiegend als Symbol der Nächstenliebe gedacht, um Kindern zu helfen – durch den Förderverein Neurokinder Uniklinik Freiburg und den Verein zur Unterstützung des Kinderhorts Atacames in Ecuador.

Die freundschaftlichen Bande zwischen Linda Hilpert aus Weilheim und Cindy Stelzer sowie Manfred Dobler aus Häusern mündeten in dieses erlesene Konzert, wo sich besinnliche Musik mit lebendigen Texten verwob, von Linda Hilpert gelesen. Über 90 Konzertminuten genossen die Besucher die überwiegend gefühlvolle Weihnachtsmusik.

Mit Cindy Stelzer und Linda Hilpert in "Advent is a Leucht´n", "Vater unser", "Die Herbergssuche", "I´ll be there", "Wilds Wossa", "Free falling", aber auch mit Manfred Dobler in "Weit, weit weg", "Des Leb’n" oder "Hym" fanden sich Sänger zusammen, die zur Sicherheit von Stil und Technik auch Persönlichkeiten mitbrachten. Gut durchdacht setzten sie zur Charakterisierung der feinen Kompositionen die Eleganz ihrer bemerkenswerten Stimmen ein. Renate Villinger begeisterte dabei am Klavier. Auch Thomas Rudigier an der E-Gitarre und Andreas Baschnagel am Akkordeon verblüfften mit ihrem brillanten Spiel und öffneten die Herzen der Menschen.

Aus dem Augenblick heraus faszinierte dann der Männerchor Bannholz. Die Musik, die er ästhetisch modellierte und in gefällige Flüsse brachte, wurde zu einem grandiosen Gebilde. Gleichzeitig entlockte die unverwechselbare Handschrift des Chorleiters den Männerstimmen ein Orkanvolumen in "Du großer Gott", "Maria durch den Dornwald ging", "Das Ave Maria der Berge", "Dona Nobis Pacem" und "Macht hoch die Tür".

Es war ein Konzert, über das die Gäste ins Schwärmen gerieten, mit Werken, die auf die Gefühlswelt zielten, betont durch hinreißend klangsensible Gestaltung – im Altarraum oder von der Empore aus. Unter der Einbeziehung der Zither durchwehten volksmusikalische Weisen das Kirchenhaus beim Solo von Roland Kost in "Almzeit auf der Konzertzither". Er vereinigte das auf dem Tisch liegende Zupfinstrument mit den Tönen zu einem gütigen Melodienspiel.

Ohne Mühe in den Koloraturen, textklar, anstrengungslos in den Tonsprüngen, mit ausreichendem Atem für die Melodiebögen, spendeten die Akteure Ruhe und Zuversicht. Am Ende gab es langen, dankbaren Beifall für das Innehalten und die Besinnung in dieser ganz besonderen Zeit des Jahres. Die Besucher waren zudem begeistert, dass es zum Schluss noch zwei Zugaben und danach mit Glühwein und mit köstlichen Crêpes im Pfarrsaal Gelegenheit zu Gesprächen und gemütlichem Beisammensein gab.