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04. Juli 2013

Handwerk-Tipps fürs Leben

Jugendliche aus Uganda machten sich ein Bild von der Gewerbe-Akademie Schopfheim.

  1. Junge Afrikaner waren zu Gast in der Gewerbe-Akademie Schopfheim. Landrätin Marion Dammann (rechts) begleitete sie zusammen mit Leiter Arno Baumann. In der Mitte hinten Projektleiter Michael Mwase. Foto: Privat

SCHOPFHEIM (BZ). Sie kamen aus Uganda und informierten sich über Handwerksberufe an der Gewerbe-Akademie Schopfheim. Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 21 Jahre, die ihm Rahmen des Projekts "Kinderkulturkarawane" zu Gast in Schopfheim waren (wir berichteten). Zusammen mit Landrätin Marion Dammann konnten sie im Bildungshaus des regionalen Handwerks Einblicke in das duale Ausbildungssystem gewinnen.

"Die jungen Menschen aus Afrika können hier den praktischen Teil der Handwerksausbildung in allen seinen Facetten kennenlernen", zeigte sich die Landrätin laut Pressemitteilung beeindruckt von den Werkstätten der Gewerbe-Akademie Schopfheim. Es sei sehr wichtig, dass die jungen Menschen aus Uganda die Ideen mit in ihre Heimat nehmen und dort umsetzen. Denn dort gebe es nur wenige Handwerker.

Der Leiter der Bildungseinrichtung, Arno Baumann erläuterte, dass 30 von 100 Handwerksberufen in der Gewerbe-Akademie gelernt und vertieft werden können. Er stellte dar, wie einmalig das Duale Ausbildungssystem ist. Drei Partner seien notwendig – die Firmen, die Berufsschulen und die Gewerbe-Akademie mit ihren Standorten in Schopfheim, Freiburg und Offenburg. Regelmäßig kommen die Lehrlinge ins Bildungshaus, um ihr Wissen im Rahmen der Ausbildung vertiefen, ohne den Zeitdruck zu haben, wie er in der Produktion in den Firmen besteht. Die Gewerbe-Akademie investiere jährlich eine halbe Million Euro in die Erneuerung der Maschinen und damit in aktuelles technisches Wissen, das von Firmen und ihren Mitarbeitern jederzeit abgerufen werden kann. Baumann erklärte weiter die Berufsorientierung "JET", die sogenannten Joberkundungstage für Schüler. Das Angebot werde von den Schulen im Wiesental sehr genutzt.

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"Wir wollten den Jugendlichen zeigen, dass Handwerker hier ein angesehener Beruf ist", verdeutlichte Stefan Hauser vom Verein "Rainbow House of Hope". Er unterhält in Kampala, der Hauptstadt Ugandas, zwei Häuser mit 200 benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Aus 30 Kindern seien die sieben Teilnehmer für die Europa-Reise ausgewählt worden. Der Projektleiter des Rainbow House of Hope, Michael Mwase, betonte, dass man sich über freiwilliges Engagement von jungen Handwerkern oder Studenten freuen würde, die für einige Zeit in Uganda den Jugendlichen Handwerkliches und Wissen vermitteln wollen.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.rainbowhouse.info

Autor: bz