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07. August 2012
Harter Kampf ums Personal
Immer weniger Auszubildende im Hotel- und Gaststättengewerbe / Dehoga tagt in Rust.
HOCHSCHWARZWALD. Dem Hotel- und Gaststättengewerbe fehlt der Nachwuchs, viele Ausbildungsstellen können nicht besetzt werden. Mit diesem Problem beschäftigten sich die Mitglieder des Hotel- und Gaststättenverbands Hochschwarzwald (DEHOGA) in ihrer Jahresversammlung im Europa-Park Rust.
In einem Rückblick auf das Jahr 2011 wurde an den Gedankenaustausch mit Minister Bonde und dem Staatsministerium sowie dem Landtagsabgeordneten Reinhold Pix erinnert. Für die Mitglieder wurden zahlreiche Veranstaltungen organisiert.Der Dehoga-Vorsitzende, Michael Erfurth von Erfurths Bergfried in Hinterzarten, zog wirtschaftlich Bilanz. Nach den neuesten Umsatzdaten, die aus dem Jahr 2010 stammen, konnte das Gastgewerbe im gesamten Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in 1181 steuerpflichtigen Betrieben mehr als 344 Millionen Euro umsetzen, wobei etwa 209,8 Millionen Euro auf die Beherbergungsbetriebe und 134,7 Millionen Euro auf Gastronomiebetriebe entfielen. Teile des Umsatzes würden durch steigende gesetzliche Anforderungen und höhere Kosten, unter anderem für die Gema und Energie, aber deutlich aufgezehrt. Bis Mai 2012 konnte bei den Übernachtungen ein Zuwachs von 7,4 Prozent auf mehr als 837 000 Gäste verzeichnet werden, unter den ausländischen Gästen stieg die Zahl um 14,9 Prozent. Ob der Trend das gesamte Jahr 2012 anhält, sei jedoch noch nicht absehbar, meinte Erfurth.
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Bei den Ausbildungszahlen zeichne sich ein schlechtes Bild ab, erklärte der Dehoga-Chef im Hochschwarzwald. Die Zahl aller neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in den sechs gastgewerblichen Ausbildungsberufen sei 2011 um 7,6 Prozent zurückgegangen, bei den Köchen gab es sogar einen Rückgang um 24,1 Prozent. Hier sieht Erfurth auch eines der größten Probleme. Schon heute sei es für das Gastgewerbe schwer, gutes Personal zu finden, der Wettbewerb unter den Betrieben und den Branchen werde immer härter.
Als weiteres bedeutendes Problem nannte Erfurth die von der Gema einseitig festgesetzte Erhöhung der Tarife für 2013, die den Betrieb von Diskotheken unrentabel machten und Veranstaltungen mit Musik erheblich verteuern würden. Viele Veranstaltungen würden nicht mehr stattfinden, Künstler nicht mehr gebucht werden. Weiter einsetzen werde sich der Dehoga für die Beibehaltung der harmonisierten Mehrwertsteuer für Übernachtungen in Gasthöfen, Pensionen und Hotels sowie die Einführung derselben in der Gastronomie.
Zum Brandschutz in Hotels und Gaststätten referierte der Stuttgarter Brandschutzsachverständige Ralf Schäfer. Er riet dazu, bei diesem Thema "sensibel und offen" mit den Brandschutzbehörden umzugehen.
Im Anschluss an die Jahresversammlung hatten die Hoteliers und Gastronomen aus dem Hochschwarzwald Gelegenheit, das neue Themenhotel Bell Rock des Europa-Parks kennenzulernen.
Autor: bz



