Hartheim stellt Haushaltsberechnung erst später um

Susanne Müller

Von Susanne Müller

Do, 17. Mai 2018

Hartheim

Krankheitsfälle in der Verwaltung machen eine Verschiebung auf die Doppik-Methode auf den letztmöglichen Termin 2020 nötig.

HARTHEIM AM RHEIN. Hartheim will seine Finanzen zu Beginn des Jahres 2020 auf das neue kommunale Haushaltsrecht, auf die Doppik-Buchführung, umstellen. Bürgermeister Stefan Ostermaier zufolge ist das der "letzte Termin".

Ursprünglich war eine Umstellung bereits für Januar 2019 geplant gewesen. Laut Ostermaier kann dieses Ziel aber nicht eingehalten werden, wie er in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstag mitteilte. "Wir müssen es verschieben." Als Begründung führte der Verwaltungschef interne Schwierigkeiten im Rechnungsamt an. Es gab im vergangenen Jahr längere Krankheitsausfälle. Dadurch konnten die bis dato anvisierten Termine etwa für die Gliederung in Produktgruppen sowie die programmtechnische Umstellung noch nicht angestoßen werden. "Wir haben gar keine Chance, es bereits 2019 einzuführen", erklärte Bürgermeister Ostermaier.

Auf die Frage von Christiana Schmidt (Frauenliste), ob der neue Termin personell zu bewältigen sei, meinte Ostermaier, es laufe derzeit eine Untersuchung, ob das Personal ausreiche, oder ob Teile ausgegliedert werden müssten. "Bis auf die Vermögensbewertung bekommen wir es wohl hin", schätzt Ostermaier, "eventuell benötigen wir zur Bewertung dann noch Hilfestellung". Das sei jedoch insofern nicht so problematisch, als die erste Eröffnungsbilanz erst im Jahr 2022 vorliegen müsse. Derzeit seien die Projektschritte im Aufbau, und die Räte würden von der Verwaltung auf dem Laufenden gehalten. Es werde auch noch Kurse geben. "Wir nehmen die Räte bei der Umstellung auf das neue Haushaltsrecht mit", versprach Ostermaier.

Gottfried Link (CDU) merkte an, dass Hartheim nicht die einzige Gemeinde sei, die die Umstellung erst bis 2020 mache.