Der Umbau der Alemannenschule in Hartheim am Rhein hat sich verzögert

Susanne Müller

Von Susanne Müller

Fr, 22. September 2017

Hartheim

Bauamtsleiter Uwe Linsenmeier spricht von turbulenten Ferienwochen und die Bürgermeisterin pflichtet ihm bei. Der Grund: Beide haben, so sagen sie, viele Stunden in der Hartheimer Alemannenschule verbracht, und im Zuge der laufenden Umbauarbeiten zur Ganztagesgrundschule einige Überraschungen erlebt.

HARTHEIM AM RHEIN.

Handwerksbetriebe machten Probleme. Der eine kam nicht zum vereinbarten Termin, ein anderer musste sein Angebot aufrüsten, aus sicherheitstechnischen, respektive aus Brandschutzgründen. Zum Schulstart waren nicht alle geplanten Gewerke fertig geworden. In der ersten Unterrichtswoche musste bei den Räumen noch improvisiert werden. Zwei der alten oberen Klassenzimmer mussten noch gestrichen werden, deshalb wurden die Klassen im Musikzimmer untergebracht. In der zweiten Woche können die beiden oberen Räume Linsenmeier zufolge jedoch regulär genutzt werden. Dann sind auch die Doppelböden im Erdgeschoss installiert. Der Aufzug werde in der ersten Oktoberwoche eingebaut.

Weitere Arbeiten erfolgen auf dem Außengelände. Die Grünfläche neben dem neuen Eingang werde etwas vergrößert und teils mit Schotterrasen versehen für die Feuerwehrzufahrt. Auch im rückwärtigen Außenbereich ist eine Pflasterfläche für den Fluchtweg geplant. Im Innenhof wird die Sickermulde vergrößert und die Freifläche soll schöner gestaltet werden, mit Büschen und Steinen.

Bürgermeisterin Kathrin Schönberger klagte über das Vergabesystem. Es sei schade, meinte sie, dass Gemeinden gezwungen seien, den günstigsten Bieter einer Ausschreibung zu beauftragen. "Dann bekommen wir eben auch Firmen, bei denen es nicht funktioniert, die die Fristen nicht einhalten, und die niedrig kalkulieren, um den Zuschlag zu bekommen, und dann einen Nachtrag melden", so die Bürgermeisterin. "Wir hatten dieses Pech mit dem Bodenleger", sagt sie. Nachdem die Verwaltung dann mit einer Vertragskündigung gedroht habe, funktioniere es nun doch. Das verteuert und es verzögert zudem den Zeitplan, der ohnehin sportlich gedacht gewesen sei. Mehrkosten fallen beim Gewerk Putz, Stuck, Trockenbau an für zusätzliche Decken- und Brandschutzverkleidungen sowie Verfugungen. Der Nachtrag beläuft sich auf rund 32 000 Euro. 7500 Euro fallen zusätzlich an für eine Enthärtungsanlage für die Industriespülmaschine in der Mensaküche. Vergeben wurde nun auch die Gestaltung der Außenanlagen an den günstigsten Bieter mit 84 175 Euro. Wie sieht es aus mit der Kostenkontrolle?, erkundigte sich Gemeinderat Andreas Knobel (CDU). "Derzeit liegen wir mit 44 700 Euro über dem Plan", teilte der Bauamtsleiter mit. Für 1 776 386 Euro wurden Gewerke vergeben. Inklusive Ausschreibungen und Nachträgen belaufe sich das Gesamtvolumen auf 1 821 127 Euro für den Schulumbau.