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23. Juni 2008
Die Cowboys der Nation drehen in Bremgarten mächtig auf
Seit 30 Jahren verkörpert Truck Stop ein Lebensgefühl von Freiheit und Abenteuer – und die Fans gehen begeistert mit / Frenetischer Jubel bei den bekannten Hits.
HARTHEIM-BREMGARTEN. Jeans und Cowboyhut waren das angesagte Outfit am Samstagabend in Bremgarten, daran gab es schon beim Betreten des vollbesetzten Festzeltes keinen Zweifel. Mitreißende Country Musik der Gruppe Truck Stop und der Vorgruppe Maverick brachte die Stimmung zum Brodeln, es wurde getanzt, gesungen, geklatscht und mitgemacht bis in den frühen Morgen. Damit landete der Musikverein Bremgarten als Veranstalter bei Jung und Alt einen absoluten Volltreffer.
Es oblag der Leverkusener Country- und Showband Maverick und den "Dance Ladies" als Vorgruppe die Stimmung im Festzelt anzuheizen. Keine leichte Aufgabe angesichts der sowieso schon brütenden Hitze. Dennoch gelang es den Dance Ladies mit einem bezaubernden Cancan sofort sich in die Herzen des Publikums zu tanzen. "Wir sind die Mavericks", stellte sich die Band anschließend selbst vor und entführte die Gäste damit musikalisch in den Wilden Westen, ins Land der Cowboys und Indianer, in die Welt von Planwagen und Saloons. Oldies wie "Let your love flow", "Rhinestone Cowboy", "Ghostriders" oder "Oh lonesome me" gehörten ebenso zum Repertoire, wie Welthits von Johnny Cash, John Denver oder Elvis Presley. Dazu wurde eine perfekte Show gezeigt, bei der Frontman D. Maverick in die Rolle von Johnny Cash oder Elvis Presley schlüpfte.
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Und dennoch, so richtig wollte der Funke ins Publikum noch nicht überspringen. Das änderte sich schlagartig als mit "Hello Josefine" die Gruppe Truck Stop die Bühne betrat. Sie sind älter geworden, die Cowboys von der Waterkant, aber kein bisschen leiser. Und vor allem: Sie sind sich selbst treu geblieben. Seit 30 Jahren verkörpert die Band ein Lebensgefühl von Freiheit und Abenteuer, Lebensphilosophie der Trucker und Cowboys, das sie selbst auch leben. Es klingt authentisch, wenn Cisco Berndt sehr persönlich singt "Ich bin Cowboy, weil ich’s bin, nehm’ alles dafür hin". Truck Stop brauchte keine grelle Bühnenshow um den Funken überspringen zu lassen, es reichten eine Hand voll Vollblutmusiker, Gitarre, Geige, Steelguitar, unverwechselbare Stimmen und Oldies wie die Titelmusik zur Fernsehserie "Großstadtrevier", "Arizona Arizona", "Easy Rider" oder "Old Texas Town liegt mitten in Berlin". Und wenn Lucius Reichling zur Geige greift und Hilly-Billy Musik erklingt, wird vor der Bühne ausgelassen mitgetanzt.
Ein absolutes Highlight war der Auftritt von Schlagzeuger Teddy Ibing, der mit unglaublich sonorer Stimme den Welthit "I was born under a wandering star" sang, nur von Cisco Berndt an der Gitarre begleitet und frenetisch bejubelt. Die Cowboys der Nation drehten noch mal mächtig auf mit einem Medley ihrer bekanntesten Hits wie "Tanz mit mir", "Take it easy altes Haus" oder "Der wilde, wilde Westen fängt in Hamburg an". Das Publikum tobte, sang und tanzte begeistert mit. Zugaberufe holten die Band noch einmal auf die Bühne. Mit Johnny Cashs Welthit "Ring of fire" als Zugabe verabschiedete sich die Band dann endgültig, was die Gäste, trotz deren Botschaft "I wanna go home", nur ungern zur Kenntnis nehmen wollten.
Autor: Ingeborg Grziwa
