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17. Januar 2012
Es wurde eifrig um die Wette geboten
Kurze, aber erfolgreiche Holzversteigerung mit geselligem Nachspiel in Hartheim.
HARTHEIM. Eigentlich stand die diesjährige Holzversteigerung in Hartheim auf der Kippe, denn die Nachfrage nach Brennholz war im letzten Jahr ziemlich im Keller. So war es kein Wunder, dass man sich in der Rathausspitze Gedanken darüber machte, ob man dieses gesellschaftliche Ereignis nur noch alle zwei Jahre veranstalten soll. Schließlich ist eine solche Auktion für die Gemeinde in der Regel ein Verlustgeschäft, zumal die Betriebskosten – Stundenlöhne, Maschinenkosten und anderes – viel zu hoch sind, um hier noch Gewinn erzielen zu können. Zum Glück wurde aber dennoch an dieser langjährigen Tradition festgehalten, und so konnte Bürgermeisterin Kathrin Schönberger in diesem Jahr bei strahlender Wintersonne an der Hardtwaldhütte des Musikvereines im Hartheimer Wald doch zahlreiche Kaufinteressenten begrüßen.
Aufgrund des schleppenden Absatzes im vergangenen Jahr wurden deshalb nur 20 Ster Hartholz, bestehend aus Esche, Heimbuche, Eiche und Ahorn angeboten. "Das alles sind Holzarten, die in unserem Rheinwald vorkommen", erklärte Revierförster Norbert Lust und setzte den Anschlagspreis mit 110 Euro pro Doppelster fest.
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Gleich nach Beginn der Auktion aber zeigte es sich, dass das altbekannte Sprichwort "Angebot regelt den Preis" weiterhin seine Gültigkeit hat. Jedenfalls wurde eifrig um die Wette geboten mit dem Ergebnis, dass kein einziger Doppelster zum Anschlagspreis an den Mann beziehungsweise an die Frau ging und mit 132 Euro das höchste Ergebnis für einen Doppelster erzielt werden konnte.
Die Versteigerung war daher schon nach kurzer Zeit beendet, nicht aber das sogenannte Nachspiel, das sich nach alter Tradition zu einem beliebten Treffen der besonderen Art entwickelt hat und auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucher anlockte. Schon vor Einbruch der Dunkelheit erklang Akkordeonmusik am Lagerfeuer und die vielen später eintreffenden Besucher hatten mit der eigentlichen Holzversteigerung dann gar nichts mehr am Hut. Vielmehr nutzten sie diese Gelegenheit zu einem geselligen Beisammensein, zumal die Bewirtung durch die Gruppe der privaten Holzmacher gesichert war.
Autor: Otmar Faller
