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18. Januar 2012

Frischer Schwung fürs Eheleben

Die Theatergruppe aus Bremgarten unterhält im "Salmen" mit einem Lustspiel.

  1. Die Bäuerin ist zurück und alle freuen sich. Hubert Knobel, Bertram Geimer, Nicola Baumann und Theo Riesterer (von links) Foto: Otmar Faller

  2. Die Bäuerin ist zurück und alle freuen sich: Hubert Knobel, Bertram Geimer, Nicola Baumann und Theo Riesterer (von links) Foto: Otmar Faller

’HARTHEIM. Eine verschworene Gemeinschaft ist die Bremgartner Theatergruppe schon seit über 20 Jahren. Die Spieler suchen sich ihre Theaterstücke selbst aus und entscheiden untereinander, wer welche Rolle darstellen soll. Dass sie ihr großes schauspielerisches Talent auch regelrecht zelebrieren können, zeigten sie in "Jakobs Hausparty", einem Lustspiel in drei Akten, in welchem die Lachmuskeln der Zuschauer stark strapaziert wurden und das im voll besetzten Salmensaal zu Gunsten des Salmenvereines mit großem schauspielerischem Können dargeboten wurde.

Die Irritationen in diesem Schwank beginnen damit, dass sich die übergewichtige Bäuerin Käthe (Nicola Baumann) entschlossen hat, endlich in einer Schönheitsfarm eine Abmagerungskur zu machen. Das ist ganz im Sinne ihres Mannes Jakob Schlader (Bertram Geimer), weil sein Eheleben schon lange eingeschlafen ist und er deswegen so gut wie alles verlernt hat, was zu einem regelmäßigen Eheleben gehört.

Bauer Jakob will die Zeit seiner Ehefrau nutzen, um all die verschütteten Kenntnisse wieder zu erwerben, damit er nach ihrer Rückkehr quasi die zweiten Flitterwochen genießen kann. Er bestellt sich von einem Erotik-Shop ein Überraschungspaket und plant mit Knecht Christian (Hubert Knobel) in die Stadt zu fahren, um im dortigen Nachtleben diverse Erfahrungen sammeln zu können.

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Allerdings fehlt dem Bauern zu diesem Stadtbummel das nötige Kleingeld. Dieses Problem kann mit Hilfe des listigen Knechtes Christian bei einem gemeinsamen Trinkgelage gelöst werden, der den Bauer auf seine Kreditkarte hinweist, mit welcher der Bauer bisher nichts anzufangen wusste. Da passte es gut, dass auch der Postbote (Jens Hollweger) dazu kommt, der dem Bauer das bestellte Überraschungspaket aus Flensburg aushändigt. Massenmord im kleinen Ort, schreit die schrullige Haushälterin Marie (Regina Dietsche), als sie die mit dem Etikett "Gift" bezeichnete, noch halb volle Flasche findet. Opa Johann Schlader (Theo Riesterer) testet gleich vor Ort, ob es Gift war, und leert den Rest aus der Flasche mit einem Zug.

Der Zufall will es, dass plötzlich zwei junge Amerikanerinnen (Tanja Albiez und Lydia Palikowski) auf Zimmersuche ins Haus geschneit kommen. Bauer Jakob – nicht ohne Hintergedanken – nimmt beide bei sich auf. Seinen Vorschlag, sich mit ihm und Christian ins Nachtleben zu stürzen, lehnen beide ab. Sie schlagen stattdessen vor, eine zünftige Hausparty zu feiern. Bauer Jakob und Knecht Christian sind begeistert. Auch Opa Johann Schlader ist entzückt. Nur Haushälterin Marie, die ganz auf der Seite der Bäuerin steht, ist strikt dagegen – nascht aber doch heimlich an den Häppchen, die für diese Party vorgesehen waren.

Mitten in diese Party aber platzt überraschend die wieder blendend aussehende Bäuerin Käthe und verlangt wütend eine Erklärung zu diesem wilden Treiben. Stotternd gelingt es Bauer Jakob ihr zu erklären, dass dies die Generalprobe für ihren eigentlichen Empfang sei, mit der man ihr eine besondere Freude bereiten wollte. Die Bäuerin, ganz gerührt von soviel Mühen, überrascht ihrerseits ihren Mann Jakob auch, allerdings mit einem sehr persönlichen Mitbringsel – einem Überraschungspaket aus Flensburg.

Paul Altenburger, Vorsitzender des Salmenvereins, bedankte sich bei der Theatergruppe Bremgarten unter der Leitung von Iris Knobel für deren Engagement für den Salmenverein. Große Freude herrschte auch unter den Theaterspielern.

Opa Johann alias Theo Riesterer freute sich vor allem über den zahlreichen Besuch im Salmen. "Wir kommen gerne wieder," versprach er deshalb. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen genoss er den lang anhaltenden Beifall, mit dem die Theatergruppe verabschiedet wurde.









Autor: Otmar Faller