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13. Juli 2009

"Widerstand ernstnehmen"

Jana Zirra in Hartheim.

HARTHEIM. Der Rhein als prägendes Landschaftselement liegt ihnen am Herzen. Der Hartheimer Verein für Heimat- und Hochwasserschutz (HHH) setzt sich für eine naturverträgliche Lösung zum Hochwasserschutz ein. Jana Zirra, SPD- Bundestagskandidatin sprach mit Vertretern der Initiative und Bürgermeister Martin Singler vor Ort am Rhein.

Zirra ließ sich die vom Land geplante Tieferlegung des Rheins durch Auskiesung erläutern, die auf Protest in der Bevölkerung trifft. Auch der Gemeinderat hat sich einstimmig für die Alternativplanungen des Vereins ausgesprochen. Die neueste Planung sieht naturnahe Schwellen im Flusslauf und einen Erhalt des Rheinwalds vor: "Der Wald ist für uns etwas Besonderes", betonte Thomas Krämer vom HHH, "den wollen wir nicht hergeben."

Hartheims Bürgermeister Martin Singler erläuterte der Kandidatin, dass allein der Auftrag für das neue Gutachten, das die alternative Planung aufzeigen soll, 60 000 Euro kostet. Bis Ende September sollen die Berechnungen vorliegen und dann im Gemeinderat diskutiert werden. Die prinzipielle Machbarkeit steht bereits fest. Nun hofft der Verein, dass es zu diesem "optimierten Hochwasserschutz" kommen wird.

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Zirra ließ sich die alternativen Planungen erläutern und machte sich am Rheinufer ein eigenes Bild von der Situation. Die Mitglieder des HHH hatten dafür eine Schneise durch den Brennnesselwald am Fluss geschlagen. "Es ist schade, dass es keinen direkten Zugang zum Rhein gibt. Hier müsste man Verbesserungen erreichen, statt durch die alte Planung des Integrierten Rheinprogramms den Fluss noch weiter weg von den Menschen zu bringen." 450 Meter breit soll die Auskiesung an der breitesten Stelle werden. In dieser Entfernung wäre dann auch erst ein Rad- und Wanderweg möglich. Sobald die Ergebnisse der Studie vorliegen, will sich die Kandidatin erneut mit der Bürgerinitiative und Martin Singler treffen, um weitere mögliche Schritte zu besprechen.

Autor: bz