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10. Januar 2012
Winterreise mit dem kleinen Eisbär
Schnee, Wald und feine Musik: Die Trachtenkapelle Hartheim beim traditionellen Dreikönigs-Konzert in der Rheinhalle.
HARTHEIM. "Winterwald-Wunderland." Das war das Motto der Trachtenkapelle Hartheim bei ihrem diesjährigen Dreikönigs.Konzert in der Rheinhalle in Hartheim. Die derzeit trotz Kalender in der Natur fehlende Winterlandschaft wurde einfach durch entsprechende Dekorationen in die Halle verlegt. Dabei ging es um viel Schnee, Wald, aber auch um die Reisen eines kleinen Eisbären (Felix Link), der während des Programms mehrfach durch die Halle flitzen und unter seinem Kostüm bestimmt auch fürchterlich schwitzen musste, während sein Bruder Niclas Link sich vor dem Schlafengehen die Reiseerlebnisse dieses Eisbären als Gutenachtgeschichten von seiner Mutter Angela Link vorlesen lassen durfte.
Diese Reise eröffnete die Trachtenkapelle unter der bewährten Leitung von Alexander Horst mit "Mountain Panorama" von Manfred Schneider. Nach furiosem Beginn zeigten die Musiker mit einer abwechslungsreichen Interpretation, vorgegeben durch ihren Dirigenten, was in ihnen steckt und sie überraschten das Publikum auch, in dem das Stück "Wilhelm Tell" von Gioacchino Rossini nur von einem Blechbläserensemble intoniert wurde, das auf einer kleinen aufgebauten Bühne am anderen Ende der Halle Aufstellung nahm. Mit dem gesamten Orchester ging es weiter nach Wien und die damit verbundenen Erwartungen des Publikums wurden mit der Interpretation bekannter Liedern wie "Wer nicht liebt, Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang" mehr als erfüllt, als all diese beliebten Melodien von Johann Strauß Sohn im vertrauten Dreivierteltakt dargeboten wurden. Eine richtige Postillion-Atmosphäre wurde bei dem Stück "Die Post im Walde" von Heinrich Schäfer imitiert. David Keck fuhr als Postbote mit dem "Dienstfahrrad" vor die Bühne und absolvierte anschließend unter Begleitung des gesamten Orchesters sein virtuoses Trompetensolo mit spielender Leichtigkeit, für eine weitere Überraschung sorgte ein Horn-Ensemble-Quartett, das auf der kleinen Bühne mit der Intonierung des bekannten Jägerchors aus "Der Freischütz" von Carl Maria von Weber für eine Überraschung sorgte, dafür aber auch an seine Leistungsgrenze gehen musste.
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Allerdings war es die Jugendband Hartheim-Feldkirch-Bremgarten, die das Konzert unter der Leitung von Alexander Horst eröffnet hatte. Der musikalische Nachwuchs war offenbar ohne Lampenfieber und völlig unbeschwert bei der Sache. Aus den Reihen der Jungmusiker wurden anschließend David Brier, Niclas Link, Jonas Schmidt und Andreas Müller mit dem Junior-Abzeichen und Julian Fabrizius, Sabrina Selz, Philipp Bobek, Tabea und Maren Kraushaar sowie Emeli Karm mit dem Abzeichen in Bronze von Theo Riesterer geehrt. Der kleine Eisbär aber war immer noch unterwegs und so startete die Trachtenkapelle mit dem Stück "Yellow Mountains" von Jacob de Haan wieder in die Winterlandschaft während das Querflöten- und Klarinettenensemble mit "El Condor Pasa" von Simon & Garfunkel das Konzert in kleiner Besetzung fortsetzte. Abwechslungsreich und in farbenfrohen Klangwelten erwies sich auch "Eine Schwarzwaldfahrt" von Horst Jankowski und mit den Stücken "You’ll be in my heart" von Phil Collins sowie "Winterland" von Kees Vlak wurde das Finale eingeleitet, wobei das letzte Stück – vor den Zugaben – mit einem "Finale Furioso" beendet wurde.
Autor: Otmar Faller
