Besser angebunden als viele Stadtteile

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 10. August 2018

Hasel

SPD-Abgeordneter Rainer Stickelberger auf Rundgang durch Hasel mit Bürgermeister Helmut Kima / Gespräch über ÖPNV.

HASEL (BZ). Von den vielen Vorzügen Hasels als Wohngemeinde, so steht es in einer Pressemitteilung der SPD, konnte sich der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger bei einem Gespräch sowie einem Rundgang durch die Gemeinde mit Bürgermeister Helmut Kima überzeugen. Zentrale Themen waren Wohnungsbau, Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr und die Dorfentwicklung.

Als typisch ländliche Gemeinde habe Hasel kein Gewerbe und gehöre damit zu den finanzschwachen Gemeinden. Wichtige Projekte wie das Feuerwehrgerätehaus oder die neue Dorfmitte konnten jedoch mit Zuschüssen realisiert werden. Das einzige aktuelle Großprojekt, das noch anstehe, sei die Auslagerung des Bauhofs aus dem ehemaligen Farrenstall neben die Feuerwehr. Bauhof, Gerätehaus und Dorfplatz gehörten daher ebenso zu den Stationen des Rundgangs von Kima und Stickelberger wie die Hasler Höhle, deren Besucherzahlen, so der Bürgermeister bedauernd, leider zurück gingen.Wohnraum werde auch in Hasel dringend benötigt. Das geplante Wohngebiet Kaiden wurde, so berichtet Kima, nun nach einer langen Vorgeschichte mit vielen Problemen auf den Weg gebracht. Damit deckt die Gemeinde überwiegend Eigenbedarf von Familien aus dem Dorf. "Wir haben aber auch ein bisschen Zuzug", wird Kima in der Mitteilung zitiert. Die Attraktivität als Wohngemeinde beruhe nicht nur auf der idyllischen Lage, die Gemeinde profitiere auch enorm von der guten Busverbindung nach Wehr und Schopfheim. "In zehn Minuten können die Schulen und Einkaufsläden der Nachbarstädte erreicht werden", so Kima. "Damit sind Sie besser angebunden als mancher Stadtteil in einer größeren Stadt", hielt Stickelberger fest. Einziger Wermutstropfen sei der Umstand, dass nicht alle Buslinien die Haltestelle im Dorf anfahren und der Hasler Halt an der Bundesstraße B 518 gerade für Kinder gefährlich sei. Das Interesse Hasels an der immer wieder diskutierten Wiederaktivierung der Zugverbindung Schopfheim-Bad Säckingen sei jedoch eher gering. "Auch wenn diese Verbindung zwischen Rhein- und Wiesental gerade für Pendler optimal wäre – für uns wäre es eher nachteilig", so Kima.

Der alte Bahnhof liege am tiefsten Punkt der Gemeinde, zudem außerhalb und wäre daher deutlich schlechter erreichbar als die Bushaltestelle mitten im Dorf. Nachteilig sei dies auch für das seit Jahren im Bahnhof beheimatete und sehr nachgefragte Jugend- und Familienfreizeitheim Begegnungsbahnhof Hasel, dem Stickelberger und Kima ebenfalls einen Besuch abstatteten.