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02. Februar 2015 17:29 Uhr

Erdloch

Mann bricht in Hasel beim Schneeschippen durch die Garageneinfahrt

Er hat gerade vor der Garage den Schnee weggeschippt, als der Boden plötzlich nachgibt: Ein Mann ist in Hasel durch die Pflastersteine in ein zwei Meter tiefes Loch gefallen.

  1. Betroffen schauen Hans-Adolf Feucht (rechts) und sein Sohn Mathias auf die Erdeinbruchstelle, wo am Montagmorgen beim Schneeräumen der andere Sohn Peter unvermittelt durch die Pflastersteine eingebrochen ist. Foto: erich meyer

Am Montag ist Peter Feucht gerade fertig damit, die Einfahrt vor seiner Garage am Stülzbühlerweg in Hasel freizuschippen, als unter ihm die Pflastersteine nachgeben – und er in ein etwa zwei Meter tiefes Loch fällt. Ein Alptraum, wenn auch ein kurzer.

Denn kurz darauf kommt zufällig sein Vater Hans-Adolf Feucht dazu, holt eine Leiter und befreit den Sohn aus seiner misslichen Lage. Dieser hatte sich bei seinem Zweimeter-Sturz glücklicherweise nicht verletzt.

Hasel ist für seine Höhlen berühmt, so ist etwa die Erdmannshöhle eine der ältesten Tropfsteinhöhlen Deutschlands. Sie hat eine vermessene Gesamtlänge von 2185 Metern. In der Gemeinde selbst kommt es immer wieder zu Erdeinbrüchen – auch am Stülzbühlerweg. Bereits zum dritten Mal habe sich bei ihnen ein Loch aufgetan, wie Hauseigentümer Hans-Adolf Feucht mit Sorge berichtet.

In der Ortschronik ist zu lesen, dass die unterirdischen Wasserläufe seit Jahrhunderten immer wieder Erdeinbrüche und Dolinen erzeugt haben. Einmal sei in einem Keller eines Bauernhauses über Nacht der gesamte Kartoffelvorrat in der Tiefe verschwunden. Bei der Schammernbachschwinde kam es allein 2006 zu zwei Dolinenstürzen, verschieden alte Dolinen gibt es im Bereich des Entengrabens am Westrand der Ortschaft.

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Autor: eme