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13. September 2017

Wald wirft einen satten Gewinn ab

Mit über 600 Hektar ist die Hälfte von Hasels Gesamtfläche bewaldet / Ziel für nächstes Jahr: 32 000 Euro / Ja zu neuem Wohnhaus.

  1. Hasel Foto: Ernst Brugger

HASEL. In der Wehrer Straße soll ein Mehrfamilienhaus mit sieben Wohneinheiten und Garagen gebaut werden. Die bestehenden alten Gebäude sollen abgerissen werden. Bürgermeister Helmut Kima erklärte, dass man froh sei, mit der Firma Domus GmbH & Co. Alpha KG mit Sitz in Wehr einen Investor gefunden zu haben.

Bauprojekte: Es spreche eigentlich nichts gegen dieses Baugesuch, so der Rathauschef in der Gemeinderatssitzung am Montagabend. Er stimmte aber den Vorschlägen der Gemeinderäte Renate Scholz und Matthias Feucht auf eine Erhöhung der Pkw-Stellplätze auf dem Baugrundstück zu, da in der Wehrer Straße grundsätzlich Parkverbot herrsche. Mit dem Hinweis auf mehr Stellplätze gab der Gemeinderat ansonsten einstimmig grünes Licht für dieses Bauvorhaben.

Grünes Licht gab es auch zum Nachtrag für den Bauantrag zum Umbau und zur Erweiterung des Forststützpunktes Hasel der Landesforstverwaltung an der Mittelbergstraße der "Vermögen und Bau, Amt Konstanz". Die Bauherren wollen dort zusätzliche Erdarbeiten für den Geländeausgleich durchführen.

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Waldwirtschaft 2017: In die Forstbetriebsplanung des kommenden Jahres und das voraussichtliche wirtschaftliche Ergebnis für 2017 im Gemeindewald Hasel gab Revierförster Sven Hendrik Wünsch ausführlich Einblick. Die Gemeinde könne mit einem Gewinn von rund 15 000 Euro rechnen. Den Einnahmen von etwa 50 000 Euro stehen Ausgaben von zirka 35 000 Euro gegenüber. Im Forstwirtschaftsplan für 2017 habe man zunächst einen Gewinn von nur 5500 Euro erwartet. Das wesentlich bessere Ergebnis führte der Revierförster auch auf die gestiegenen Holzpreise zurück: Man habe zu höheren Preisen als geplant verkaufen können, sagte Förster Wünsch.

In der Haushaltsplanung für 2018 ist auf zwei Hiebflächen ein Holzeinschlag von 700 Festmetern vorgesehen. Davon seien 570 Festmeter Nadel- und 130 Festmeter Laubholz. Mit dem Verkauf von Nutzholz (46 000 Euro) sowie Brennholz und Jagdpachterträgen kann man nach derzeitiger Berechnung nahezu 48 000 Euro erzielen. Hinzu kämen vom Ausgleich für den Windradbau und anderen Einnahmen insgesamt 66 000 Euro, was Gesamteinnahmen von rund 114 000 Euro ausmachen würde.

Ein wesentlicher Ausgabeposten sind der Waldschutz und die Bestandspflege, wofür 43 500 Euro veranschlagt worden sind. An weiteren Ausgaben, wie für die Ernte der Forsterzeugnisse, Unterhalt der Wege, Kostenerstattung Werkhof sowie den Forstverwaltungskostenbeitrag, sind rund 38 500 Euro angesetzt. Die Gesamtausgaben würden sich demnach auf etwa 82 000 Euro belaufen. Als Überschuss könnten gemäß dieser Haushaltsberechnung 32 000 Euro herauskommen. Mit über 600 Hektar hat Hasel über die Hälfte der Gesamtfläche Waldgebiete. Davon sind knapp 100 Hektar Gemeindewald, etwa 130 Privat- und 370 Hektar sind Staatswald. Im Gemeindewald hat der Buchenbestand einen Anteil von 52 Prozent, 20 Prozent sind Fichten- und Tannenholz. Weitere 20 Prozent sind Douglasien. Der Rest ist sonstiges Laub- und Nadelholz.

Motorsägekurse: Wie in anderen Forstbezirken auch werden im Kreis Lörrach in Zusammenarbeit mit der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft beim Forstlichen Stützpunkt Hasel regelmäßig Motorsägekurse für Privatwaldbesitzer und Brennholzselbstwerber angeboten.

Autor: Ernst Brugger