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07. November 2011
Arbeiten sorgfältig planen
Mangelhaft verlegte Leitungen können zu Energieverlusten und Wasserschäden führen.
Ein heißes Bad, eine kalte Dusche – was für ein Genuss je nach Jahreszeit. Doch bevor das Wasser aus der Leitung strömt, haben Fachleute das Bad geplant, Rohre verlegt und sanitäre Einrichtungen installiert. Bauherren, Planer und Handwerker müssen eng zusammenarbeiten, um diese Arbeit ohne Mängel auszuführen. Dass das nicht immer gelingt, darauf weisen die Experten der Bauherrenschutzbundes (BSB) in Berlin hin.
Das Verlegen von Abwasserleitungen ist laut BSB problematisch. Werden sie wie üblich auf Rohfußböden verlegt, fehle es oft an der erforderlichen Aufbauhöhe. Kommt dann noch als preiswerte Tragschicht ein bindemittelgebundener Estrich zum Einsatz, seien besonders in gefliesten Böden oft Risse feststellbar. Ursache sei in der Regel eine falsche oder nicht vorhandene Planung, was sich negativ auf eine ganze Reihe von Gewerken wie Estrichleger, Installateur und Fliesenleger auswirke.
Müssen Wasserleitungen bei Neubauten horizontal in massiven Wänden verlegt werden, sollten die Maße der Schlitze und Durchbrüche vorab planerisch bestimmt werden, rät der BSB. Unterbleibe dies, sei eventuell die Statik des Hauses gefährdet, was zu Rissen in Wänden und Decken führen könne.
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Klagen Bewohner über mangelnden Schallschutz, liegt es laut BSB häufig daran, dass Abwasserleitungen ohne schallentkoppelnde Materialien oder schalldämmende Verkleidungen montiert wurden. Um unerwünschte Resonanzeffekte zu vermeiden, müssten Hohlräume mit mit Faserdämmstoffen ausgestopft werden. Oft seien Decken- und Wanddurchbrüche nicht gut verschlossen, was sogenannte Haustelefone entstehen lasse. Wie unerfreulich es sei, wenn Geräusche aus der Nachbartoilette zu hören sind, davon wüssten viele Bauherren ein Lied zu singen.
Unkenntnis, Kosten- und Zeitdruck führen laut BSB häufig dazu, dass Entwässerungs- und Entlüftungsleitungen ohne elastische Abdichtungsbauteile verlegt werden. Die Folge sind Energieverluste und Feuchteschäden an undichten Stellen. Auch bei Versorgungsleitungen für Kalt- und Warmwasser oder die Heizung können Mängel auftreten. Energieverluste sind bei Warmwasserleitungen häufig dann zu verzeichnen, wenn sie nicht oder nicht nach Maßgabe der Energieeinsparverordnung gedämmt wurden.
Da sich warmes Wasser mit Gas, Heizöl oder regenerativer Energiegrundsätzlich energiesparender erzeugen lasse als mit elektrischem Strom, sollten Wasch- und Spülmaschinen besonders in Neubauten oder im Zuge größerer Sanierungen übers zentrale Warmwassersystem des Hauses versorgt werden.
Nicht selten werden Versorgungsleitungen ohne Abstand zu Wänden verlegt. Da dort in der Regel schwere Möbel stehen, ist der Belastungsdruck sehr groß. Als Folge entstehen Risse im Boden. Um dies zu verhindern, sollten Abstände von 30 bis 50 Zentimeter eingehalten werden, rät der BSB.
Gefahr lauere auch im Bad. So könne bei der Badewanne das Gewicht des Wassers oder der Nutzer die elastischen Verfugungen zwischen Wannenrand und Fliesen reißen und Wasser eindringen lassen. An diesen Stellen sollte daher doppelt abgedichtet werden. Besonders sorgfältig einzubauen seien laut BSB Wannen aus Kunststoff.
Da Kosten für die Beseitigung von Schäden etwa bei mangelhafter Abdichtung von Badewannen nicht von Versicherungen übernommen werden, sollten private Bauherren einen unabhängigen Experten zu Rate ziehen, so der BSB.
Autor: BZ



