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06. Oktober 2011

Jetzt erst mal ein Nickerchen

Probeliegen ist ein Muss vor dem Matratzenkauf.

  1. Lattenroste bilden eine stabile Unterlage, die sich dennoch dem Körper anpasst. Foto: Kai Remmers/dpa/tmn

Wer sich nach dem Schlafen nicht ausgeruht fühlt, sollte möglicherweise die Matratze oder die Bettdecke wechseln. Denn auf einer falschen Matratze oder unter einer zu dicken Decke kann niemand Energie tanken.

Schlafstörungen und Rückenleiden sind weit verbreitet. Wer sich morgens im Bett wie gerädert fühlt, unter Verspannungen und Rückenschmerzen leidet, sollte sich Gedanken über seine Schlafstätte machen. "Nur wenn Lattenrost, Matratze, Bettdecke und Kopfkissen zum Schläfer passen, ist gutes Schlafen möglich", sagt Florian Heidinger, Geschäftsführer des Ergonomie-Instituts München. Hierzu sei eine fachkundige Beratung empfehlenswert.

"Perfektes Schlafen setzt ein ausreichend großes Bettgestell voraus", ergänzt Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie. Denn in Standardbetten hätten beispielsweise Menschen, die größer als 1,85 Meter sind, nicht ausreichend Platz zum Ausstrecken. Statt der üblichen zwei Meter Länge seien in dem Fall Betten mit einer Länge von 2,20 Meter erste Wahl. Ein Bett in Sitzhöhe von 45 bis 50 Zentimetern erleichtert außerdem das Aufstehen. Diesen Komfort schätzten nicht nur Senioren.

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"Die Basis im Bett bildet in der Regel die Unterfederung", erklärt Geismann. Meist handelt es sich dabei um Lattenroste. Sie bilden eine elastische Unterlage, die sich dem Körper anpasst. Bei der Auswahl der Matratze gilt es, darauf zu achten, dass Unterfederung und Matratze zusammenpassen. "Die beste Matratze kann sich nämlich mit einer unpassenden Unterlage in eine unerträgliche Hängematte oder ein hartes Brett verwandeln", warnt Geismann. Im Geschäft sollte, wenn nur die Matratze erneuert werden muss, die Art der Unterfederung angesprochen und die Matratze auf der gleichen Unterlage wie zu Hause getestet werden.

Matratzen werden aus unterschiedlichen Materialien gefertigt. "Die gängigsten Typen sind Federkern-, Latex- oder Schaumstoffmatratzen", erläutert Hans-Peter Brix von der Stiftung Warentest. Bei jedem Matratzentyp gebe es gute Qualitäten, bei denen die Wirbelsäule richtig gelagert und die natürliche Form des Rückgrats unterstützt wird. Um eine optimale Unterstützung zu gewährleisten, sollte die Matratze so beschaffen sein, dass ausgeprägte Körperpartien wie Becken oder Schulter in Seitenlage absinken können.

"Auch die Härte der Matratze muss für den Schläfer angenehm sein", erläutert Heidinger. Ausschlaggebend für den richtigen Härtegrad sei das Körpergewicht. Als Faustregel gilt: Große, schwere Menschen wählen etwas härtere, kleine und leichte Personen eher weichere Matratzen. Wer in einem Doppelbett schläft, sollte getrennte Matratzen wählen, besonders wenn ein Partner deutlich schwerer ist.

Ein Nachteil für Rückenkranke sei, dass Latexmatratzen erheblich schwerer als Schaumstoffmatratzen sind, warnt Brix. "Dies macht das empfohlene Wenden der Matratze beim Beziehen des Bettes komplizierter." Matratzen sollten deshalb immer Tragegriffe zum Transport oder Wenden haben. Wichtig ist aus Sicht der Stiftung Warentest auch ein abnehmbarer, waschbarer Bezug.

"Wer nachts leicht schwitzt, sollte eine Federkern-Matratze wählen, die Wärme schnell ableitet", sagt Jürgen Zulley, Schlafforscher am Universitätsklinikum Regensburg.

Autor: dpa


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