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05. Oktober 2011 01:12 Uhr

Eigentum

Zahlen und Fakten zum Thema Wohnen

Jeder zweite Einwohner in Baden-Württemberg hat sich den Traum von den eigenen vier Wänden schon erfüllt. Zahlen und Fakten zum Thema Wohnen.

  1. Der Traum vom eigenen Haus – viele haben ihn sich schon erfüllt. Foto:  Fotolia.com/Dark Vectorangel

Wie viele haben ein Eigenheim?
Die sogenannte Eigentümerquote liegt in Baden-Württemberg bei 49,1 Prozent (Stand 2006). An ihr lässt sich ablesen, wie viele Einwohner sich im Südwesten bereits den Traum von den "eigenen vier Wänden" erfüllt haben. Höher liegt die Quote nur in Rheinland-Pfalz (54,3 Prozent) und im Saarland (54,9 Prozent). Die niedrigsten Quoten gibt es in Berlin (14,2) und in Hamburg (20,2).

Wie teuer ist der Traum vom Eigenheim?
Die Preise variieren stark je nach Region. Die Landesbausparkasse LBS hat die Kosten im Frühling 2011 verglichen. Ergebnis: Ein frei stehendes, älteres Haus in mittlerer bis guter Lage, 120 Quadratmetern Wohnfläche, Garage und "ortsüblichem Grundstück" ist in Aalen am günstigsten (200 000 Euro), in Heidelberg und Konstanz weit mehr als doppelt so teuer (550 000 Euro). Eine 3-Zimmer-Wohnung, nagelneu, in mittlerer bis guter Wohnlage mit 80 Quadratmetern Wohnfläche ohne Garage ist ebenfalls in Aalen am günstigsten (152 000 Euro) und in Konstanz fast doppelt so teuer (280 000 Euro).

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Welche Rolle spielen Grundstückspreise für Häuslebauer?
Die regionalen Unterschiede sind gewaltig. Anfang 2011 kostete der Quadratmeter erschlossenes, baureifes Land in der Region Stuttgart im Schnitt 401,42 Euro. In der Landeshauptstadt selber waren es sogar 719,88 Euro. Zum Vergleich: Im Neckar-Odenwald-Kreis waren es mit 70,31 Euro und im Main-Tauber-Kreis mit 75,12 Euro nur Bruchteile.

Und was zahlen die Mieter?
Die Kosten für gemieteten Wohnraum inklusive Nebenkosten sind für die meisten Verbraucher in Deutschland der größte Fixkostenpunkt. Ein Beispiel für Baden-Württemberg: Seit 1988 haben sich die Kosten für "Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung" verdoppelt: von damals durchschnittlich 391 Euro pro Monat auf 705 Euro im Jahr 1998 und 789 Euro 2008. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass der Großteil des täglichen Bedarfs teurer wurde und viele Menschen heutzutage auch auf mehr Fläche wohnen als früher. So machten Miete und Nebenkosten 1988 noch ein Viertel der Konsumausgaben aus, 1998 waren es schon 32 Prozent. Seither ist der Anteil aber konstant geblieben.

Wie genau hat sich Wohnraumgröße verändert?
In den vergangenen zehn Jahren hat sich die durchschnittliche Wohnfläche in den neu errichteten Immobilien deutlich erhöht. Einfamilienhäuser waren 2009 mit im Schnitt 152 Quadratmetern gut 12 Quadratmeter größer als zehn Jahre zuvor. Wohnungen in neu erbauten Zweifamilienhäusern wuchsen im selben Zeitraum um 7 Quadratmeter auf 109 Quadratmeter, und Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sind inzwischen mit durchschnittlich 88 Quadratmetern rund 13 Quadratmeter größer.

Was bedeutet das pro Kopf?
Im Schnitt für ganz Baden-Württemberg wohnt jeder Einwohner auf 43 Quadratmetern Fläche. In einem Zwei-Personen-Haushalt wären es also rechnerisch 86 Quadratmeter. Im eng bebauten und dicht besiedelten Stuttgart liegt der Schnitt pro Kopf bei unter 40 Quadratmetern. In der Region Mittlerer Oberrhein sind es hingegen 45 Quadratmeter.

Autor: dpa