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14. Februar 2011

Zuschuss zum Eigenheim

Wie der Hausbau und Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen gefördert werden.

Den Traum von den eigenen vier Wänden zu realisieren, ist ein kostspieliges Unternehmen. Allerdings gibt es eine Reihe von Förderprogrammen und Finanzierungsmöglichkeiten, die das Projekt Eigenheim erleichtern.

Ein ausreichendes Eigenkapital ist die wichtigste Grundlage für den Hausbau. Ohne diese Voraussetzung lässt sich kaum eine Bank auf einen Kredit ein. Doch wer sich im Dschungel der Finanzierungsmöglichkeiten etwas besser auskennt, kann die Eigenleistung mit Zuschüssen und Fördermitteln etwas aufstocken. Vor allem die staatliche KfW-Bank bietet lohnenswerte Förderprogramme oder attraktive Finanzierungsmöglichkeiten durch Zuschüsse und günstige Kredite.

Die KfW bietet für alle privaten Bauherren das sogenannte Wohneigentumsprogramm an. "Egal, ob es sich um einen Neubau oder eine gebrauchte Immobilie handelt, bekommt man 30 Prozent des Kaufpreises – aber maximal 100 000 Euro – als zinsgünstiges Darlehen und mit einer Zinsgarantie von bis zu 15 Jahren", sagt Finanzplaner Lutz Schiefelbein aus Strausberg. "Dabei werden keine baulichen Ansprüche gestellt, was etwa die Energieeffizienz anbelangt." Beantragt werden muss dieses Darlehen nicht bei der KfW, sondern über die Hausbank. Zu dem Zeitpunkt darf der Kauf des Grundstücks allerdings nicht länger als sechs Monate zurückliegen.

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Die KfW bietet außerdem Förderprogramme, wenn ein Haus besonders energieeffizient gebaut wird. "Je niedriger der Energieverbrauch, desto höher die Förderung", erklärt Andreas Holtgrave von der Verbraucherzentrale Niedersachsen in Hannover. Dafür müssen bestimmte Standards erfüllt werden. Die Unterstützung, die vor Baubeginn über die Hausbank zu beantragen ist, gibt es in Form von günstigen Krediten und zusätzlichen Tilgungszuschüssen.


Wer bei seinem Haus auch auf erneuerbare Energien setzen will, kann sich unter bestimmten Voraussetzungen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) finanziell unterstützen lassen. Die Fördermöglichkeiten betreffen unter anderem die Installation von Solarkollektoren, Wärmepumpen und Biomasseheizungen. Auch die KfW-Bank nimmt ihre im vergangenen Jahr eingestellte Förderung energetischer Einzelmaßnahmen wieder auf (siehe Info).

Wer seine Immobilie altersgerecht oder im Hinblick auf körperliche Einschränkungen umbaut, kann sich ebenfalls durch ein Förderprogramm der KfW unterstützen lassen. "Entweder ist das möglich durch einen zinsgünstigen Kredit bis zu 50 000 Euro pro Wohneinheit oder durch einen Zuschuss, wenn man die Baumaßnahmen mit Eigenmitteln finanziert und mindestens 6000 Euro investiert werden", erläutert Edeltraud Reitzer vom Verband Wohneigentum. "Viele Menschen wissen allerdings gar nicht, dass diese Förderung unabhängig vom Alter beantragt werden kann", so Reitzer. Wichtig ist, dass beim Umbau bestimmte technische Mindestanforderungen erfüllt werden.

Beim Wohn-Riester-Bausparvertrag wird die eigene Immobilie als Altersvorsorge vom Staat gefördert und ist zunächst vergleichbar mit einem klassischen Bausparvertrag. "Erst wird Geld angespart und danach besteht die Möglichkeit, den Riester-Vertrag mit einem zinsgünstigen Darlehen zu koppeln", sagt Schiefelbein. Lohnenswerter wird Bau-Riester für eine Familie mit Kindern, denn mit jedem Kind steigt die Förderung. Die Vorteile des Riester-Darlehens liegen laut Schiefelbein darin, dass man durch die Sondertilgung schneller fertig ist mit dem Bezahlen der Immobilie und eine Laufzeitverkürzung von bis zu fünf Jahren erreichen kann. Jedoch sollte man sich nicht nur für die besten Konditionen individuell beraten lassen, sondern auch über mögliche Nachteile eingehend informieren. "Riester gibt es beispielsweise nur für die Eigennutzung", so der Finanzplaner. "Wenn die Immobilie verkauft wird, muss die Förderung zurückgezahlt werden – es sei denn, der Riester-Vertrag wird mit einer neuen Immobilie weitergeführt."

Neben den staatlichen gibt es auch noch kommunale Förderprogramme. In einigen Gemeinden wird zum Beispiel die Installation von Solaranlagen unterstützt oder Maßnahmen im Sinne des Denkmalschutzes. Auskunft erteilen die Bauämter.

Autor: Sascha Rettig (tmn)