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07. Mai 2011
185 Einsatzkräfte kämpften gegen das Feuer
Inferno in der Spinnerei der Firma Brennet verursacht Millionenschaden / Brandursache noch unklar / Am Freitag haben die Aufräumarbeiten begonnen.
HAUSEN. Ein Bild der Verwüstung bot sich am Morgen nach dem verheerenden Brand im Baumwolllager der Spinnerei Brennet in Hausen. Die Gebäude sind vollständig zerstört, die dort gelagerten Baumwollbestände komplett vernichtet. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Die Rede ist von drei bis vier Millionen Euro.
Nur dem schnellen Einsatz der Feuerwehren aus Hausen, Schopfheim, Zell, Lörrach, Steinen und der Werksfeuerwehr DSM aus Grenzach ist es zu verdanken, dass das Feuer nicht auf die Maschinenhalle und die Schreinerei im vorderen Teil übergreifen konnte. Die Geschäfts- und Produktionsräume eines Essensservices und die Geräte und CNC-Fräsen einer auf dem Areal angesiedelten Maschinenbaufirma wurden jedoch durch Löschwasser und Schaum sowie die starke Rauchentwicklung teilweise zerstört.Der Hausener Feuerwehrkommandant Bernd Schneider war am Donnerstag mit seinem Einsatzteam schon nach knapp mehr als zehn Minuten am Brandort. Als das Ausmaß der Katastrophe sichtbar wurde, forderte man das Einsatzleitfahrzeug des Landkreises Lörrach an, von dem aus die Arbeiten der nach und nach eintreffenden Wehren und Rettungsdienste aus dem gesamten Kreisgebiet koordiniert wurden. Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk und Polizei hatten insgesamt 185 Einsatzkräfte aufgeboten.
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Betriebsleiter Christian Marx und Ralf Schlachter vom Bereich Technik bei der Brennet im Werk Hausen, aber auch die Anrainer des Werksgeländes lobten ausnahmslos die umsichtige Arbeit aller Einsatzkräfte. Gegen 21.30 Uhr traf ein Spezialbagger ein, der die Außenmauer des Gebäudes eindrückte. Somit konnte man die brennenden Baumwollballen gezielt mit Löschwasser erreichen. 1200 Tonnen Baumwolle sind nach Angaben des Betriebsleiters Christian Marx im Lager gestapelt gewesen. In den Abendstunden und in der Nacht sorgten die an einem Ballon mit drei Meter Durchmesser befestigten Scheinwerfer für die optimale Ausleuchtung des gesamten Areals. Die Feuerwehrleute befanden sich bei ihrer gefährlichen Arbeit im Dauerstress. Fast die ganze Nacht über mussten sie immer neu aufflackernde Brandherde bekämpfen. Stärken konnten sie sich in den Einsatzpausen in den Verpflegungszelten des DRK. Ingo Hug, selbst aktiver Feuerwehrmann, versorgte seine Kameraden mit Deftigem aus seiner Metzgerei. Die gesamte Organisation klappte hervorragend, lobte der Hausener Feuerwehrkommandant. Auch die Bevölkerung sei einsichtig gewesen und habe die Löscharbeiten nicht behindert. Das Löschwasser wurde aus der Wiese, dem Kanal und mehreren Hydranten entnommen. Ob es eventuell eine Gewässerverschmutzung gegeben habe und die einwandfreie Trinkwasserqualität in Hausen gewährleistet sei, überprüfte am Freitagmorgen Franz Gersbacher vom Umweltschutzamt. Die Brandursache ist noch völlig unklar. Konkrete Hinweise auf eine eventuelle Brandstiftung lägen allerdings nach Polizeiangaben nicht vor. Auf die Dauer des Produktionsausfalls im Werk Hausen der Brennet AG angesprochen, erklärte Betriebsleiter Christian Marx, dass dies von mehreren Faktoren abhängig sei. So sei die zur Verarbeitung in der Spinnerei benötigte Langstapel- und Extra-Langstapelbaumwolle derzeit auf dem Weltmarkt nur schwer erhältlich. Außerdem müsse die Funktionsfähigkeit aller Maschinen genauestens überprüft werden.
Autor: Edgar Steinfelder
