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07. Mai 2010

Das Literaturmuseum in Hausen wird eröffnet

Umfassend renoviert, präsentiert sich das historische Hebelhaus in der Bahnhofstraße erstmals am 9. Mai / Künftig stark erweiterte Öffnungszeiten.

  1. Das zum Literaturmuseum umgestaltete historische Hebelhaus – hier das Erdgeschoss – präsentiert sich mit klaren Linien, neuem Konzept und modernen Medien. Foto: silke Hartenstein

Als Beitrag zum Hebelfest wurde das Hebelhaus zum modernen Literaturmuseum umgestaltet. Am Sonntag, 9. Mai, 18.30 Uhr, wird es mit geladenen Gästen offiziell eröffnet, um 20 Uhr folgt die Lesung des Hebelpreisträgers Arnold Stadler.

2008 begann der Um- und Ausbau des Hebelhauses samt des von der Gemeinde angemieteten angrenzenden Gebäudes zum Literaturmuseum. Neben den Handwerksfirmen steckten der Förderverein Hebelhauserweiterung und viele Privatleute ungezählte ehrenamtliche Arbeitsstunden in den Umbau.

Das nunmehr sehr geräumige Erdgeschoss dient künftig als Veranstaltungsraum, das erste Geschoss ist den Werken, dem Wirken und auch den Frauen im Leben Johann Peter Hebels gewidmet. Zur selbst erklärenden Ausstellung im Hebelhaus gehören Hörstationen, Fotos und Filme, darunter ein Film, der sich dem seit 1861 in Hausen gefeierten Hebelfest widmet.

Das Dachgeschoss beherbergt die Ausstellung mit Rezeptionen und Institutionen rund um den Dichter und zu den Trägern des mit 10 000 Euro dotierten Hebelpreises des Landes Baden-Württemberg.

Dieser wird alle zwei Jahre an Schriftsteller verliehen, die durch ihr Werk dem alemannischen Sprachraum oder Johann Peter Hebel verbunden sind. Auch Übersetzer, Medienschaffende, Publizisten und Wissenschaftler können ausgezeichnet werden. Berühmte Preisträger waren Albert Schweitzer, Martin Heidegger, Marie Luise Kaschnitz und Elias Canetti. In diesem Jahr geht der Hebelpreis an den baden-württembergischen Autor Arnold Stadler.

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Das 1562 errichtete Gebäude in der Bahnhofstraße wurde 1718 erstmals umgebaut. Hier, im Obergeschoss des kleinen Fachwerkhauses, wuchs der Dichter Johann Peter Hebel auf. Seit 1875 ist das Gebäude in Gemeindebesitz, wurde bis 1958 als Wohnhaus genutzt und war ab 1960 Heimat- und Hebelmuseum. An den 250 000 Euro für den aktuellen Umbau beteiligt sich der Landkreis mit 50 000 Euro und die Wüstenrot-Stiftung mit 30 000 Euro. Der von Thomas Schmidt (Literaturarchiv Marbach) konzipierte Ausstellungsbereich kostet 120 000 Euro, hiervon trägt das Land die Hälfte. Dazu kommen bislang weitere 35 000 Euro über Spenden.

Öffnungszeiten Hebelhaus: Mittwoch, Samstag und Sonntag von
10 bis 17 Uhr; Öffnungszeiten vom 1. Juli bis 12. September: Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr

Autor: sil