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27. Juni 2009

Ein Kleinod wird schöner

Das Hebelhaus wird umgebaut und als Literaturmuseum neu gestaltet / Zuerst ist das Dach dran

  1. Die Handwerker sind am Hebelhaus zugange: Es wird saniert und umgebaut, damit ein neu konzeptioniertes literarisches Museum darin Platz findet. Foto: Edgar Steinfelder

HAUSEN. Ganz am Anfang seines Weges zu einem besonderen Schmuckstück befindet sich das alte Hebelhaus in Hausen. Dort haben nämlich die Umbau- und Sanierungsarbeiten begonnen, die das altehrwürdige Häuschen, das Johann Peter Hebel in seiner Kindheit mit seiner Mutter bewohnt hat, in den nächsten acht Monaten erfährt und im nächsten Jahr im neuen Glanz erstrahlen lassen sollen.

Das Hebelhaus, bislang auch Heimatmuseum, soll nun vollends zum literarischen Museum umgestaltet werden. Dafür braucht es Platz, weshalb die Gemeinde auch Räume im benachbarten Sattlerhaus anmietet. Zum Projekt "Literaturmuseum" steuert das deutsche Literaturarchiv in Marbach 60 000 Euro Zuschuss bei. Weitere 60 000 Euro dafür muss die Gemeinde aus eigener Kraft aufbringen. Das Konzept für die Gestaltung des Literaturmuseums mit Hebels Werk und dessen Leben sowie den Hebelpreisträgern möchte Bürgermeister Martin Bühler, wenn es in vier bis sechs Wochen vorliegt, dann dem Gemeinderat vorstellen. Bis dahin werden die Bauarbeiter fleißig arbeiten. Die Zimmerleute sind schon am Werk. Das Gerüst steht. So kann man aufs Dach steigen und selbiges sanieren und isolieren. Auch andere Handwerker werden kommen: Maler, Maurer, Elektriker und Klempner. "In der Hauptsache wird alles neu gestrichen", meinte der Bürgermeister.

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Bühler hofft auf Einweihung mit dem Ministerpräsidenten
Schließlich soll das Hausener Kleinod zum großen Hebelfest am 10. Mai 2010 im neuen und noch größeren Glanz erstrahlen. Bis dahin ist noch viel Arbeit zu leisten. Die soll zu einem großen Teil auch der Förderverein zur Erweiterung des Hebelhauses erbringen. Mit dem Ausräumen des Hebelhauses, wie in den vergangenen Wochen, ist es noch nicht getan. Der Verein muss und will weitere Eigenleistungen erbringen und Geld erwirtschaften. Schließlich geht es um Geld, das bei der Gemeinde nicht so locker sitzt.

Über 300 000 Euro sind für das gesamte Projekt angesetzt. Da freut es Bürgermeister Martin Bühler, dass der Landkreis einen Zuschuss von 50 000 Euro beisteuert. Abzüglich der Zuschüsse, Eigenleistung und "hoffentlich vielen Spenden, vielleicht ist auch ein Großsponsor dabei" rechnet Bühler damit, dass am Ende an der Gemeinde insgesamt 150 000 Euro hängen bleiben.

Die Bauarbeiten sollen im Februar abgeschlossen sein. Dann kann das Museum eingerichtet werden. Wenn alles klappt, steht es schon zum großen Hebelfest den Besuchern offen.

Auch feierlich eingeweiht werden soll das erneuerte Museum. Und zu diesem Festakt wünscht sich Bühler die Teilnahme von Ministerpräsident Günther Oettinger, den er dazu einladen möchte. Für den Chef der Landesregierung will Bühler dafür sogar den Termin passend machen. Denn Oettingers Terminkalender dürfte dick gefüllt sein, meinte Hausens Gemeindeoberhaupt.

Autor: Wolfgang Roth