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03. August 2009 16:09 Uhr

Hebelwanderweg von Feldberg bis Basel geplant

Poesievoll wandern im Tal der Wiese

Eine "Wiesion" der literarischen Art: Der Weg entlang der Wiese soll Hebelfreunde künftig zum ganz speziellen Spaziergang einladen.

  1. Die Wiese bei Hausen Foto: Angelika Schmidt

  2. „Wiesionär“: Bürgermeister Martin Bühler Foto: Edgar Steinfelder

WIESENTAL. Es war Johann Peter Hebels gefühlvolles Gedicht "Die Wiese", das die zwei bekannten Hebelfreunde, den Hausener Bürgermeister Martin Bühler und Pfarrer Hans-Jürgen Schmidt, Präsident des Hebelbundes Lörrach, inspiriert hatte, einen Hebelwanderweg zu schaffen.

So konnten sie sich vorstellen, rechtzeitig zum Hebeljahr 2010 die bestehenden Wanderwege von der Wiesequelle am Feldberg bis zur Mündung in Basel mit Informationstafeln über Leben und Werk des alemannischen Dichters zu bestücken und als "Hebelwanderweg" auszuweisen. Nach einigen intensiven Gesprächen hatten sie auch schon konkrete Vorstellungen über die praktische Umsetzung dieser Idee. Der Riehener Gemeindepräsident Willi Fischer war nach einem telefonischen Kontakt sofort Feuer und Flamme für dieses Projekt und verriet, dass auch er ähnliche Überlegungen angestellt habe.

Jetzt konnte man gezielt planen. Bürgermeister Martin Bühler übernahm die Organisation für die Gestaltung des Hebelwanderweges auf deutscher Seite. Zunächst musste eine Kalkulation für dieses Projekt erstellt werden. Erfreulich ist, dass sich der Naturpark Südschwarzwald sofort bereit erklärte, die Hälfte der anfallenden Kosten auf deutscher Seite zu übernehmen. Die Herstellungskosten der Tafeln in einer witterungsbeständigen und optisch ansprechenden Ausführung würden pro Exemplar zirka 200 Euro betragen. Auf jeder Gemeindegemarkung der Wieseanrainer sollten etwa drei Infotafeln platziert werden. Für deren Installation wäre der Schwarzwaldverein Hausen unter Mitwirkung des Bezirksverbandes verantwortlich. Ein Graphikbüro hat mittlerweile Gestaltungsvorschläge geliefert. Für die Ausarbeitung der Texte wurde eine Arbeitsgruppe mit Dominik Wunderlin vom Museum der Kulturen in Basel, Pfarrer Hans-Jürgen Schmidt vom Hebelbund Lörrach und Markus Möhring vom Museum am Burghof in Lörrach gebildet. Eventuell werden auf der Rückseite Informationen über die jeweilige Gemeinde sowie Texte in einer Fremdsprache aufgedruckt.

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Mittlerweile hat Bürgermeister Martin Bühler seine Amtskollegen aus Feldberg, Todtnau, Utzenfeld, Schönau, Fröhnd, Zell, Schopfheim, Maulburg und Steinen sowie die Lörracher Oberbürgermeisterin umfassend über dieses Projekt informiert und hofft auf deren baldige Zustimmung. Dann könnte der über 50 Kilometer lange Hebelwanderweg entlang der Wiese im Juni 2010 eröffnet werden. Die Wanderer könnten dann genau wie seinerzeit Johann Peter Hebel die Wiese auf ihrem Weg von der Quelle bis zur Mündung begleiten und bekämen dazu noch Informationen über Leben und Werk des großen Dichters, der so wunderbar formuliert hatte: "Feldbergs liebligi Tochter, o Wiese, bis mer Gottwilche! Los, ich will di iez mit mine Liederen ehre, und mit Gsang bigleiten uf dine freudige Wege!"

Autor: Edgar Steinfelder