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09. März 2010
"So darf es weiter gehen"
Bluesband sorgte für gute Laune im erneuerten "Eisenwerk".
HAUSEN (sil) Nach monatelangem Leerstand herrschte am vergangenen Samstagabend bei der Wiedereröffnung der Hausener Gaststätte "Eisenwerk" das pralle Leben. Die Idee der neuen Pächterin Heike Wagner, die Eröffnung der neuen Rauchergaststätte mit einem Konzert der Blues und Soulband 21 BSB zu feiern, fand vollen Anklang.
Viele Hausener und etliche Besucher aus der Nachbarschaft genossen in vollen Zügen die Freiheit, mal wieder mittendrin in einem Pub rauchen zu dürfen – umso schöner in einer frostkalten Nacht wie dieser. Aus den Zapfhähnen floss das Bier in Strömen, gegen 23 Uhr begann sich gar ein Engpass bei den leeren Gläsern abzuzeichnen. Hier schritt der Leadgitarrist von 21 BSB zur Hilfe und gab die Botschaft durch: "Ihr sollt bitte die leeren Gläser zurück zur Theke bringen, sonst gibt’s nichts mehr zu trinken!" Dass die Besucher, die Bandmitglieder, die Wirtin und ihr Berliner Lebensgefährte Frank Rohde im Großen und Ganzen allesamt derselben Generation plusminus 40 angehörten, war nicht abgesprochen, hatte sich aber einfach so ergeben. Natürlich trieb die Neugier auch etliche Jüngere und Ältere her, sogar der Altbürgermeister und seine Ehefrau machten sich ein Bild der Lage. Mit griffigen Blues und Soul Klassikern, souverän und mit spürbarer Spielfreude interpretiert, sorgten die vier Freiburger Musiker für beste Stimmung unter den Gästen.
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Rainer Trendelendurg (Gitarre und Gesang) erklärte der BZ den Bandnamen 21 BSB, das Kürzel steht für 21st Blues and Soul Band: "Wir haben den ganzen Stoff 'rüber gerettet ins 21. Jahrhundert". Relaxed brachte Susi Herrmann (Gesang und Gitarre) ihr "What a man, what a man, what a mighty good man" herüber und fand damit nicht nur bei den männlichen Besuchern Anklang, während Drummer Martin Herrmann und Bassist Norbert "Grille" Roth für den richtigen Rhythmus sorgten. Das dürfte auch Roths "Zwetschgele" – der kleinen blauen Schlumpfine hinter Plexiglas im Inneren seines selbst gebauten E-Bass – gefallen haben. "Ihr könnt doch sicher besser Englisch als unser Ex-Landesvater", forderte der Bandleader zum Mitsingen auf und zu vorgerückter Stunde fand sich nicht nur etwas Platz zum Tanzen, es präsentierten sich auch Hausener Talente: Geburtstagskind "Stöpsel" legte treibende Grooves am Schlagzeug hin, eine Freundin der Familie gratulierte ihm mit einem selbst getexteten, frisch und fröhlich interpretierten Song, eine Dritte sang den Blues vom "stürmischen Montag" und immer wieder hörte man: "So darf es im Eisenwerk gern weiter gehen".
Autor: sil
