Spannende "Alemannische Nacht" im April geplant

kst

Von kst

Mo, 22. Februar 2016

Hausen im Wiesental

"Muettersproch-Gsellschaft" Gruppe Wiesental geht mit Elan ins Jahr 2016 / Mundartautorinnen aus dem Markgräflerland.

HAUSEN (kst). Die Muettersproch-Gsellschaft, Gruppe Wiesental, hielt am Donnerstagabend im Hebelhaus ihre Generalversammlungen ab. An den hübsch dekorierten Tischen sah man strahlende, entspannte Gesichter, hörte man lockere Gespräche mit den vertrauten Mitgliedern.

Die Ortsgruppe wird seit fünf Jahren erfolgreich von Heidi Zöllner, Gerlinde Gerspach, Gertrud Oettle, Helga Schmieg und Helga Schrank vorzüglich geleitet .

Hilfestellung wurde der Grundschule Hausen für den Wettbewerb "Mundart in der Schule" gegeben. Die Hauptarbeit wurde mit den zehn Gruppenabenden im Hebelhaus geleistet, wobei die Mundartautoren Manfred Markus Jung, Inge Wacker, Christiane und Christian Hack, Hansfrieder Geugelin und die "Knastbrüder" Jeannot und Christian Weißenberger zu Wort kamen.

Einen unvergleichlichen Abend gestaltete Hebelpreisträger Franz Hohler aus der Schweiz. Die Vorstandsmitglieder erinnerten an Leben und Werk von Roland Lederle aus Todtnau. Mit Musikbeiträgen und einem Sketch wurde eine Erzählstunde von Heidi Zöllner, inzwischen mehrfach ausgezeichnete Mundartautorin, umrahmt. Mit dem Dank an die Vorstandsmitglieder, die treuen Besucher aus nah und fern sowie der Aufforderung, auch im Jahr 2016 ihr Interesse an den Veranstaltungen der Muettersproch-Gsellschaft zu bekunden und "alemannisch z’schwätze", beendete Heidi Zöllner ihren Rückblick. Gut gewirtschaftet und bestens geführt hatte Gerlinde Gerspach die Kasse. Der rührigen Vorstandschaft dankte Alt-Bürgermeister Karl-Heinz Vogt für die geleistete Arbeit.

Lesung:
Diesmal las Ursula Sturm eine Auswahl von Johann Peter Hebel, Gerhard Jung, dem Breite-Liesele und ihrem eigenen Schaffen. Die jahrelang als Hüterin des alten Dorfmuseums tätige Rathausbedienstete brachte "Wie dem Vikar Hebel das Predigen verboten wurde" zu Gehör und zeigte ihre Verbundenheit zum Weltliteraten, indem sie dessen "Wächterruf" frei auf einen treuen Ehemann gekonnt übertrug. Christliche Gedanken zu Angst, Glauben, Hoffnung und Liebe bedeuteten eine ihr wichtige Seite ihrer Poesie. War die gute, alte Zeit wirklich besser als die heutige? Die Antwort fiel eindeutig zugunsten der jetzigen aus. Mit trefflichen Witzen sorgte Ursula Sturm für große Heiterkeit, ebenso mit Variationen zum "Jo-Jo-Spiel." Mit einem Gruß und einer Hommage an das Dorf Hüsingen beendete die Niederraitbacherin ihre kurzweilige und mit verdientem Beifall aufgenommene Lesung. Zum Abschluss gab es noch Blumen zum Dank für Ursula Sturm und Heidi Zöllner.

Ausblick:
Wieder sind zehn Veranstaltungen geplant, meistens Autorenlesungen mit Wolfgang Miessmer, Otmar Schnur, Hansjörg Hänggi (Schweiz), Yves Busch (Elsass), Ingeborg Schütze, Vera Gerspacher-Gutmann, Christa Heimann-Buß und Hansfrieder Geugelin. Ergänzt wird das Programm mit einem Diavortrag "Uf Hebels Spuren", den Siegfried Schmieg zusammenstellt.

Höhepunkt des Jahres wird eine erstmals organisierte "Alemannische Nacht" sein, bei der "gschwätzt un gsunge" wird am Samstag, 23. April, in der Hausener Festhalle ab 19.30 Uhr.

Die Mitwirkenden sind Mundartautorinnen aus dem Markgräflerland: Christiane Hack, Carola Horstmann, Mariele Loy, Kathrin Ruesch, Inge Tenz und Heidi Zöllner. Die Moderation liegt in Händen von Jürgen Hack.

Info: Ab sofort beginnt der Vorverkauf bei Rainer Lauppe, Haushaltswaren in Steinen, Regio-Buchhandlung in Schopfheim, Frischmarkt Seger in Hausen, Zeller Berglandtourismus in Zell und Schwarzwald-Belchen-Tourist-Information in Schönau.