Heiße Ohren vom Telefon

Wolfram Köhli

Von Wolfram Köhli

Fr, 20. Juli 2018

Tennis

Für drei Mannschaften des TC BW Oberweier geht es am Wochenende um viel / Der Zweitligist spielt am Freitag in Ludwigshafen.

TENNIS. Der TC BW Oberweier hat an diesem Wochenende noch einmal so richtig Stress. Sämtliche drei Mannschaften haben von Freitag bis Sonntag durchaus die Richtung weisende Begegnungen vor der Brust.

2. Bundesliga Süd: BASF TC Ludwigshafen – TC BW Oberweier, Freitag, 13 Uhr. Oliver Killeweit ist Cheftrainer des TC BW Oberweier. Was das heißt, darüber machte der 47 Jahre alte Mann sich kaum Gedanken. Ein Job, der rund um die Uhr fordert – und ihn am vergangenen Sonntag überforderte. Seine Gesundheit, um genauer zu sein. "Ich muss halt irgendwann zur Ruhe kommen", verordnet er sich nach Krankenhausaufenthalt und Nachuntersuchungen selbst. Irgendwann ist aber noch nicht in dieser Woche gewesen. Drei Mannschaften mussten besetzt und gestaltet werden. Da gibt es heiße Ohren vom Telefon.

Fest steht, Christian Lindell wird im Bundesligateam seinen Einstand geben. Der Schwede führt das Team beim Gastspiel in Ludwigshafen an. Ein Spiel, das pikant werden kann. "So schwach wie zum Auftakt werden die nicht noch einmal spielen", vermutet Oliver Killeweit. Erwartet werden die Spitzenkräfte Viktor Galovic, Constant Lestienne und Nicola Kuhn. Aber den Gastgebern geht es wie den Gästen. Das Abschneiden bei Turnieren bestimmt bei den Profis über die Einsätze in den Teams. Sicher sind beim TCBWO Felipe Mantilla, Paul Wörner, Adrian Obert und Philipp Bauer. Andrej Kracman hat einen privaten Termin, und so hängt die offene Position vom Abschneiden von Fernando Romboli bei einem ATP-Doppelturnier in Schweden und der Zulassung von Franco Capalbo für ein Turnier in Marokko ab. Für Oberweiers Team geht es beim Gastspiel beim Vorletzten aber noch nicht um das letzte Hemd. Es sei ein Spiel, "das wir nicht gewinnen müssen", sagt Killeweit, da der Gegner in bester Besetzung zu den Spitzenteams der Liga zählt.

Badenliga Frauen: TC BW Oberweier – TC SG Heidelberg, Samstag, 11 Uhr; TC Schönberg – TC BW Oberweier, Sonntag, 11 Uhr. Nur wenig ist so, wie es auf den ersten Anschein aussieht. Auch der Klassenerhalt in der Badenliga ist noch in Gefahr, da mit großer Wahrscheinlichkeit drei Teams absteigen müssen. So bleiben Rechenspiele, die eines aussagen: Mit einem Erfolg aus den beiden Partien sind die Oberweiererinnen gerettet. Nur so einfach ist das nicht, zumal die Heidelbergerinnen am Samstag dem Vernehmen nach mit ihrer stärksten Aufstellung anreisen wollen. Das verändert die Kalkulation von Trainer Oliver Killeweit: "Wir haben sehr gute Chancen auf drei Punkte." Danach heißt es abwarten, wie die anderen Partien ausgehen. Käme es auf das finale Spiel am Sonntag beim TC Schönberg an, ist der Optimismus in Oberweier gebremst. Die Konstellation der zu erwartenden Duelle auf dem Platz bereitet im Oberweierer Lager Sorgen. "Die passt nicht so gut", sagt Killeweit.
1. Bezirksliga Männer: TC BW Oberweier II – TSG TC Lahr/TC GW Emmendingen II, Sonntag, 9.30 Uhr. Der Respekt vor dem Gast ist groß. Ein ausgeglichen starkes Team, das durch dieses Eigenschaft Vorteile in den Duellen auf Rang vier bis sechs haben wird. Die Bundesligareserve will aber nichts unversucht lassen, den letzten Erfolg der Spielzeit zum Titelgewinn hinzuzufügen. "Wir werden sie nicht unterschätzen", verspricht der Cheftrainer, weiß aber um ein paar Handicaps in seinen Reihen. Andrej Kracman wird nicht da sein. Für ihn wird Denis Kapric zu seinem zweiten Einsatz kommen. Diese Personalie allein stellt den Erfolg noch nicht sicher. Spannung ist geboten, in einer Partie, die zu einem Zeitpunkt stattfindet, als alle schon von Freizeit ausgingen.