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10. Februar 2012
Die Lücke ist geschlossen
In Heitersheim gibt es nun auch eine Ganztagsbetreuung für Grundschüler / Hort ist im Sulzbachhaus eingerichtet.
HEITERSHEIM. Eltern von Grundschülern in Heitersheim können jetzt beruhigt ihrem Beruf nachgehen. Die Stadt hat das Angebot der verlässlichen Grundschule mit Kernzeitbetreuung komplettiert. Seit diesem Monat gibt es eine echte Ganztagsbetreuung, sogar in den Ferien: Der Hort an der Grundschule hat seinen Betrieb mit drei Erstklässlern, einem Zweitklässler und zwei Viertklässlern im Sulzbachhaus aufgenommen. Bürgermeister Martin Löffler sieht darin einen wichtigen Schritt, den gesellschaftlichen Veränderungen und dem Fachkräftemangel Rechnung zu tragen.
Die Integrative Kindereinrichtung "Sulzbachhaus" in Heitersheim ist seit ihrer Einweihung 1999 eine Kindertagesstätte mit der Option für die Entwicklung neuer Wege. Nun gesellt sich die Hortfacette in der Ganztagsbetreuung von Grundschülern dazu.Fünf der angemeldeten Kinder kamen gerne in ihren ehemaligen Kindergarten zurück und fühlten sich gleich heimisch. Den Weg von der Schule laufen sie inzwischen allein. Luca, Luisa, Niklas, Ruben, Victor und Wanda wurden mit Sets willkommen geheißen, die an alte Schiefertafeln erinnern, auf denen ihre Namen stehen. In einem separaten Raum können sie nach dem Essen in Ruhe ihre Hausaufgaben erledigen. Ansprechpartner ist für sie die Erzieherin Lisa Gugler, die der Caritasverband Freiburg-Stadt als Einrichtungsbetreiber extra dafür eingestellt hat.
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Die Leiterin des Kindergartens, Sylvia Hipp-Springer, weiß jedoch, dass die kleine Anfangsgruppe nur der Tatsache geschuldet ist, dass viele Eltern für das laufende Schuljahr bereits eine Betreuung organisiert hatten. Für den Schuljahresbeginn 2012/2013 liegen ihr bereits 15 Anmeldungen vor. Und sie rechnet mit noch mehr. Die maximale Gruppengröße ist jedoch mit 20 Kindern festgelegt.
Bürgermeister Martin Löffler hält den Service für unerlässlich. Er habe selbst bei seinen heute zehn und 13 Jahre alten Kindern erlebt, wie schwierig die Betreuung für zwei berufstätige Elternteile wurde, als sie in die Schule kamen: "Ohne zwei schmerzfreie Omas wäre das nicht möglich gewesen." Im Wahlkampf habe er deshalb versprochen, die Ganztagsbetreuung auszubauen. Dass der Grundschulhort so schnell realisiert werden konnte, sei der guten Kooperation zwischen dem Caritasverband Freiburg-Stadt und der Verwaltung in Heitersheim zu verdanken. Als Akteure seien dabei vor allem die Caritas-Abteilungsleiterin für Kinder und Familie, Karin Moczygemba, und Hauptamtsleiter Reiner Burgert zu erwähnen, so Löffler. In Heitersheim sei nunmehr das Ganztagsbetreuungsangebot von Babys ab drei Monaten in der "Sternschnuppe" bis zum Ende der Grundschulzeit gewährleistet, betonte der Bürgermeister. In der Realschule und in der Hauptschule wurde inzwischen die Ganztagsbetreuung für Fünftklässler eingeführt, die schrittweise auf die Folgeklassen ausgedehnt werden soll. Damit folge das Angebot der Entwicklung, dass in immer mehr Familien beide Elternteile erwerbstätig sind. Außerdem, so Löffler, sei das im Interesse der Gewerbetreibenden, die einem massiven Fachkräftemangel entgegenwirken müssen.
Die Hortkinder hatten als Dankeschön für das Stadtoberhaupt eine Mappe mit selbst gemalten Bildern vom Sulzbachhaus angelegt, die sie ihm stolz überreichten. Wanda trug sogar ein Gedicht vor, bei dem sich Hort auf Zauberwort reimte und die Power zum Ausdruck kam, mit der das Sulzbachhaus-Team den Kindern ein zweites Zuhause bietet.
Autor: Sabine Model
