"Marc Hofmann nimmt sich selbst auf die Schippe"

Sabine Model

Von Sabine Model

Sa, 08. September 2018

Heitersheim

BZ-INTERVIEW mit Antoinette Majewski, Leiterin der Villa artis, zur nächsten Ausgabe von "Kunst und Kulinarisches".

HEITERSHEIM. Vielfalt mit besonderem Ansatz, das ist das Credo der Villa artis, in der Inklusion täglich gelebt wird. Als EU-Leuchtturmprojekt wurde die Einrichtung nicht nur zu 80 Prozent gefördert, sondern bei der Einweihung 2011 auch verpflichtet, einem besonderen Auftrag gerecht zu werden. Basis dafür ist die Betriebsträgerschaft des Caritasverbandes Freiburg-Stadt. Mit Leben erfüllt wird die Aufgabe von der Leiterin Antoinette Majewski. Mit ihr sprach Sabine Model über das Projekt "Kunst und Kulinarisches", das zwei bis drei Mal im Jahr stattfindet und sich großer Beliebtheit erfreut.

BZ: Frau Majewski, im September oder Oktober ist es traditionell Zeit für eine "KuKu"-Veranstaltung, wie Sie es liebevoll nennen. Welche Kunst wird am Samstag, 15. September, das kulinarische Dreigänge-Menü flankieren?

Majewski: Der Kabarettist Marc Hofmann stammt zwar aus dem Markgräflerland, ist aber Lehrer in Stegen bei Freiburg und deshalb auch mit seiner zweiten Berufung eher in seinem jetzigen Lebensumfeld unterwegs. Ich habe einen gelungenen Abend mit diesem locker-lässigen und witzigen Sympathieträger genossen. Und er hat keinen Moment gezögert, in der Villa artis aufzutreten.

BZ: Was erwartet die Gäste an Unterhaltung bei "Der Klassenfeind Teil 2"?

Majewski: Marc Hofmann nimmt sich als "Halbtagsjobber" mit 14 Wochen Ferien im Jahr selbst auf die Schippe und nutzt seine freien Kapazitäten, um aus dem Schulnähkästchen zu plaudern. Der Grat zwischen Alltag und Satire ist schmal. Der Übergang von Realität und Slapstick wirkt bei ihm fließend. Schule hat ja eine wichtige Funktion, Werte zu vermitteln, Orientierung zu geben, Identität zu finden sowie Zivilcourage und Toleranz zu fördern. Hofmann zeigt auf, wie Schule sein sollte und wie sie wirklich ist. Über seinen satirischen Blick kann man herzlich lachen, bleibt aber an Ende auch etwas nachdenklich zurück.

BZ: Haben Sie an diesem Abend eine bestimmte Zielgruppe im Auge?

Majewski: Nein. Schule geht eigentlich jeden an. Schule ist ein Raum, wo sich junge Menschen entwickeln, die unsere Gesellschaft bilden. Also ist diese Bildungseinrichtung prägend. Aber jeder hat dort auch seinen Spaß gehabt. Jeder kennt die Abläufe und die Eigenarten von Schülern und Lehrern. Ich glaube, für Mitte September ist das genau das richtige Thema, weil der Schulanfang nach den Sommerferien unmittelbar bevorsteht.

BZ: Passt sich der Rahmen diesem Programm an?

Majewski: Wir werden die Gäste ganz sicher schulmäßig einstimmen. Unsere beiden kreativen Köchinnen haben schon einige Ideen, wie wir die Lust auf Satire schärfen und den Abend trotzdem versüßen. Unser Chor artissimo hat unter der Leitung von Dirk Herzig ebenfalls Literatur gewälzt, um Erinnerungen an die Schulzeit zu wecken. Die Sängerinnen und Sänger aus dem Café artis-Team haben fleißig geprobt und freuen sich auf ihren Auftritt. Sogar eine Beschäftigte aus unserem zweijährigen Berufsbildungsbereich singt bei uns begeistert mit. Die Vielfalt des Lernens spiegelt sich auch in unseren Aktivitäten wider. Wir freuen uns alle schon sehr auf diesen Abend.

Zur Person: Antoinette Majewski (52) ist seit Juli 2011 Leiterin der Villa artis mit Café sowie dem Köberle Kunst- und Kulturzentrum. Sie hat eine Ausbildung als Hotelfachfrau, eine kaufmännische Ausbildung sowie ein Studium der Betriebswirtschaft (BA 2012) und der Wirtschaftsethik (CAS 2018) absolviert. Ihr inklusives Team umfasst 15 Mitarbeiter.

Veranstaltung: Villa artis, Samstag, 15. September, Einlass 19 Uhr, Beginn 19.30 Uhr. Das Programm gestaltet Lehrer und Kabarettist Marc Hofmann mit "Der Klassenfeind Teil 2" und der Chor artissimo. Inklusive einem Dreigänge-Menü und einem Glas Sekt, 30 Euro pro Person.

Kartenvorverkauf Tel. 076346949895 oder E-Mail an: cafe-artis@caritas-freiburg.de