Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

03. September 2015

Name und Konzept bleiben bestehen

Stabwechsel in der Kleinkinderbetreuung Sternschnuppe in Heitersheim, die nun hauptamtlich getragen wird.

  1. Nach geglückter Betriebsübergabe der Sternschnuppe (von rechts): Katharina Pfleger, Kerstin Dietzel, Jennifer Bieler, Karin Heitzmann, Heidrun Schönberger, Thomas Mengel, Julia Rausenberger, Bürgermeister Martin Löffler, Stadträte Bernd Mohr und Harald Höfler Foto: Sabine Model

HEITERSHEIM. Der Verein ist aufgelöst. Der Name der Kleinkindbetreuung "Sternschnuppe" bleibt. Der neue Träger ist ab dem 1. September die "Flexible Kinderbetreuung Staufen gGmbH" (FKB). Die Betriebsübergabe erfolgte nahtlos. Das U3-Konzept bleibt strukturell gleich. Das Gros der Mitarbeiterinnen wurde übernommen, die Leitung mit Katharina Pfleger neu besetzt. FKB-Geschäftsführer Thomas Mengel sprach von "der erfolgreichen Stabübergabe bei einem wichtigen Staffellauf", Bürgermeister Martin Löffler von "Freude und feierlicher Traurigkeit".

Das richtige Signal
Die "Sternschnuppe" wurde bisher ehrenamtlich getragen, so Löffler. Künftig geschehe das hauptamtlich, aber immer noch gemeinnützig. Professionell sei das Angebot in beiden Fällen gewesen. Seit November 2014 war klar, dass der Verein die Aufgaben nicht mehr stemmen kann. In den Vorgesprächen habe sich die FKB als gebotene nichtkirchliche Alternative präsentiert, die eine größtmögliche Gewährleistung bietet, das bewährte Konzept elternorientiert und flexibel weiterzuführen. Also ein Garant für Stabilität. Nach kritischer Abwägung, aber letztlich mit einstimmigem Votum habe der Gemeinderat im März 2015 das richtige Signal gesetzt. "Die FKB genießt das Vertrauen der Verwaltung und des Gemeinderates", bestätigte Löffler. Grund zur Freude sei auch, dass der Name bleibe.

Werbung


Das Ende einer Ära
Die feierliche Traurigkeit liege darin begründet, dass eine Ära zu Ende gehe, so Löffler. Olga Hoch habe 1996 eine Privatinitiative gestartet und diese zwei Jahre später in die Gründung der Sternschnuppe einfließen lassen. Die Stadt sei immer mit im Boot gewesen, habe 2001 den Umzug in die Räume des 14er Schulhauses ermöglicht. Immer wieder gab es Wechsel im Vorstand und beim Personal. Immer wieder Engpässe. So auch bei der aktuellen Vorstandskonstellation, die seit 2012 besteht. Löffler dankte der Vorsitzenden Heidrun Schönberger, ihrer Stellvertreterin Karin Heitzmann, der Rechnerin Julia Rausenberger und Schriftführerin Jennifer Bieler mit Blumen und Präsenten für den engagierten Einsatz und den langen Atem. Katharina Pfleger wurde als neue Leiterin der Einrichtung ebenfalls mit einem Strauß im Amt begrüßt.

Die Grenzen des Ehrenamtes
Heidrun Schönberger war froh, dass es nach dem langen und schwierigen Entscheidungsprozess nicht zu einem kompletten Schnitt kommen musste. Der personelle und finanzielle Aufwand sei ständig gewachsen. Mit dem Haushalt von 272.000 Euro stieß man schließlich an die Grenzen ehrenamtlicher Vereinsarbeit. Der angestrebte reibungslose Übergang sei nun Realität, freute sie sich. Räume und Gruppen bleiben gleich. "Vielleicht gibt es in der Weiterentwicklung ja sogar Verbesserungen – so wie ein Schmetterling aus einer Raupe schlüpft", hoffte sie. "Zumal wir alle noch Kinder in der Einrichtung haben."

Die gelungene Stabübergabe
Thomas Mengel sah sich einem "komplexen Erwartungshorizont" gegenüber. "Die Messlatte liegt hoch", sagte er. Das lasse den FKB mit einem "schwitzenden und einem lachenden Auge" den Betrieb übernehmen. Wie bei einem Staffellauf müsse man bei dieser wichtigen Stabübergabe den Blick nach hinten und nach vorne richten. "Die Übergabe ist schon mal sauber gelungen", stellte er fest. Nun gelte es, den Lauf erfolgreich fortzusetzen. Dazu brauche es ein zuverlässiges Team, das umsichtig zusammenarbeitet. Die Politik mit ihrem starken und bestärkenden Signal für den FKB sei ein wichtiger "Läufer". Die Anwesenheit der Stadträte Höfler und Mohr bekräftige das.

Der Träger müsse nun die Hoffnungen erfüllen. Er selber, so Mengel, und die pädagogische Gesamtleiterin Kerstin Dietzel werden alles dafür tun. Das Team vor Ort leiste täglich die entscheidende Arbeit mit Eltern und Kindern. Nur gemeinsam könne man verwirklichen, was die Bevölkerung als modernes Infrastrukturangebot erwarte. "Es braucht eben ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen", zitierte Mengel ein afrikanisches Sprichwort.

Nähere Information: 07633-800881 oder k.dietzel@fkb-staufen.de

Freie Plätze

Die Flexible Kinderbetreuung Staufen gGmbH ist ein gemeinnütziger Träger, der bereits für mehrere Betreuungseinrichtungen verantwortlich zeichnet: die Ganztagseinrichtung Krümelbande Staufen mit Kindergarten und Krippe, den Kindergartens St. Raphael Grunern, den Waldkindergarten Grunern und die Krippe Sternschnuppe Heitersheim. In der Sternschnuppe sind für 20 Kinder unter drei Jahren vier Erzieherinnen, zwei pädagogische Fachkräfte, eine Bufdi, eine Hauswirtschafterin und eine Reinigungskraft tätig. Betreut wird eine ab Oktober ausgebuchte Ganztagsgruppe mit zehn Kindern von 7.30 Uhr bis 17 Uhr. Die Vormittagsgruppe umfasst ebenfalls zehn Plätze, von denen aktuell nur fünf belegt sind. Die FKB hat die Attraktivität mit verlängerten Öffnungszeiten von 7.30 Uhr bis 14 Uhr erhöht.  

Autor: mod

Autor: Sabine Model