Nicht nur rote Kärtchen...

Martin Pfefferle

Von Martin Pfefferle

Sa, 18. November 2017

Heitersheim

Die Bürgerbeteiligung in Heitersheim ist mit vielen Interessierten konstruktiv gestartet.

HEITERSHEIM. Der Auftakt ist schon einmal geglückt. Gut 60 Interessierte und eine gutes halbes Dutzend Planerinnen und Planer trafen sich am Mittwochabend im Bürgersaal der Malteserhalle zu der Auftaktveranstaltung der Bürgerbeteiligung zum Gemeindeentwicklungskonzept, kurz GEK.

"Wenn wir wissen wollen, was die Bürger wollen, müssen wir die Bürger fragen", hatte Bürgermeister Martin Löffler in seiner Begrüßung vorangestellt. Moderator des Abends war Thomas Uhlendahl von Memo-U (Büro für Meditation, Moderation und Business Coaching). Ihm ging es in erster Linie um drei Dinge: ums Aktivieren, eine Entscheidung besser zu verstehen und Wünsche zu hören. Der Beteiligungsprozess wird abgeschlossen sein im Februar 2018.

Sybille Hurter, Prokuristin bei der Kommunalen Stadterneuerung stellte nicht nur ihr Büro vor ("wir helfen Fördergelder zu finden"), sondern machte auch deutlich, dass es das GEK brauche, um Fördergelder zu bekommen. Wichtig sei, Flächen zu gewinnen durch die Innenentwicklung, und leerstehende Gebäude zu nutzen.

Stefanie Burg vom Büro FSP stellte das GEK als Städtebauförderung vor. Auslöser sei zwar das GEK als Voraussetzung für Förderprogramme, aber "wir versprechen uns viel Input". Denn: "Sie kennen die Themen vor Ort." Mit den Stichworten Priorisierung von Projekten, Richtschnur für das Handeln, Transparenz und Auslöser für bürgerschaftliches Engagement umriss Burg die Bürgerbeteiligung im Rahmen des GEK. Akteure des GEK sind die Genehmigungsbehörden Regierungspräsidium und Landratsamt, die Verwaltung, der Gemeinderat und eben nicht zuletzt die Bürgerschaft. Während die Bürgerschaft die Anregungen gibt, trifft der Gemeinderat letztlich die Entscheidungen.

Die sechs Themenfelder sind: Bauen, Planen, Wohnen; Mobilität, Verkehr, Infrastruktur; Soziales, Gemeinschaft, Generationen; Freizeit, Kultur, Tourismus; Freiraum, Ökologie, Natur- und Klimaschutz.

Die Bürgerinnen und Bürger, das betonte Uhlendahl, seien als Experten für ihr Lebensumfeld gefragt. Die Besonderheit bei der Kommunalentwicklung seien komplexe Probleme, die keine einfachen Lösungen ermöglichten. Es sei aber Akzeptanz zu schaffen durch Verantwortung und Engagement, durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und durch gemeinsame Zukunftsbilder.

Viele Themen wurden angesprochen und neben roten, negativen Karten gab es durchaus auch einige grüne, positive und gelbe mit Ideen an den Pinnwänden mit den Themenkomplexen. Am meisten Zustimmung erhielt jedoch die Kritik am Verkehr im Stühlinger. Eine Verkehrsberuhigung dort wünschten sich zu Gunsten Pflegeheim und Seniorenwohnen gleich elf Teilnehmer.