Spezialist für Robo-Sprech

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 03. März 2017

Heitersheim

Das Unternehmen Roboxperts hat in Heitersheim eine neue Produktionsstätte gefunden.

HEITERSHEIM (krue/BZ). Die auf die Programmierung von Industrierobotern spezialisierte Firma Roboxperts Automation ist von Simonswald nach Heitersheim gezogen. Von hier aus möchte das kleine Unternehmen seinen Wachstumskurs fortsetzen und knüpft Kontakte in alle Welt.

Laut einer Pressemittelung der Firma Roboxperts hat die Freiburger Wirtschaftsimmobilien GmbH bei der Vermittlung der Immobilie geholfen. Die neue zirka 310 Quadratmeter große Fertigungshalle steht in der Blochmattenstraße 4 im Gewerbegebiet Heitersheim.

Da es schwierig sei, qualifizierte Mitarbeiter im Bereich der industriellen Robotik zu finden, plant Roboxperts neben den Räumen für die Programmierung auch Schulungsräume für eigene Mitarbeiter einzurichten. Daher möchte die Firma im Mai die Halle ausbauen, sagte Geschäftsführer und Mechatronik-Ingenieur Stephan Hauser der BZ. Etwa 300 zusätzliche Quadratmeter seien geplant.

"Was wir machen, ist Industrie 4.0 zum Anfassen. Wir freuen uns, in Heitersheim eine für unsere Spezialroboter geeignete Immobilie gefunden zu haben", so Hauser, der selbst seit mehr als 15 Jahren Erfahrung mit der Programmierung von Robotern hat. Bevor er im Jahr 2013 die Roboxperts gegründet hat, war er bei der schwäbischen Firma SHL Automatisierungstechnik angestellt.

Roboxperts bezeichnet sich selbst als Spezialist für Sonderanlagenbau im Bereich der industriellen Robotik, Roboterkomplettlösungen und Roboter-Kommunikation. Das Unternehmen programmiert Software, die es ermöglicht, Roboter, die unterschiedliche Herstellern produziert haben, miteinander kommunizieren zu lassen. Zu den Kunden der Firma zählen Unternehmen aus Europa, Asien, Süd- und Nordamerika, die in der Automobilindustrie, dem Maschinenbau, der Medizintechnik, der Holz- sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie tätig sind.

Derzeit sind bei der Firma neun Mitarbeiter beschäftigt, unter ihnen sieben Ingenieure und Techniker. Im letzten Jahr hat das Unternehmen einen Umsatz von 300 000 Euro und einen Gewinn von etwa 40 000 Euro erzielt. Für das kommende Jahr hofft Hauser, den Umsatz auf 1,5 Millionen Euro steigern zu können.

Im Januar hat die Firma eine Delegation aus der ostchinesischen Stadt Xinyang empfangen, die sich besonders für das Thema "Smart Factory"und Automatisierungstechnik interessierten. Mit "Smart Factory" sind Fertigungsanlagen und Logistiksysteme gemeint, die sich weitgehend ohne menschliche Eingriffe selbst organisieren. Hauser zeigt sich optimistisch, mit den chinesischen Besuchern ins Geschäft zu kommen.