Tierkorridor bei Heitersheim

Martin Pfefferle

Von Martin Pfefferle

Mi, 20. Dezember 2017

Heitersheim

Bahn plant eine Landschaftsbrücke mit Eschbach und Sulzbach / Steinacker wird normale Brücke.

HEITERSHEIM/BUGGINGEN. Die Prognose von MUT-Vorstand Roland Diehl im Heitersheimer Gemeinderat hat sich bewahrheitet – und zwar schneller als gedacht. Die Landschaftsbrücke Eschbach/Sulzbach ist in die Planung der Bahn zum dritten und vierten Gleis aufgenommen worden.

Bei einer Sitzung des regionalen Begleitgremiums war diese 320 Meter breite Brücke Thema, das verkündete nun in der Gemeinderatssitzung in Heitersheim Bürgermeister Martin Löffler, der sich darüber freute. "Ein Wunsch ist in Erfüllung gegangen", sagt Diehl, der nicht nur Vorsitzender der Bürgerinitiative ist, sondern auch von der IG Bohr. Diehl betont, dass an dieser Stelle nun ein Wildwechselkorridor über die Bahntrasse geführt werden kann. Zudem gibt es an der Stelle ein Biotop mit See. Artenschutztechnisch würde das Vorhaben durch die Landschaftsbrücke aufgewertet. Dass an anderer Stelle, nämlich in Buggingen-Seefelden, aus der Landschaftsbrücke Steinacker ein bloßer Überweg für landwirtschaftliche Fahrzeuge wird, sei unproblematisch und nachvollziehbar, findet Diehl. Auch Bernhard Walz, BLHV Ortsvereinsvorsitzender von Heiterstem und Mitglied im Gremium, hält die Entscheidung für "fachlich vertretbar". Er freue sich sehr, "ich habe dafür gekämpft", sagt Walz und fügt an: "Es gibt auch gewisse Vorteile für die Bugginger Landwirte." Die sieht auch Buggingens Bürgermeister Johannes Ackermann so: "Es ist gut nachvollziehbar". Das Thema Hochwasserschutz sei wichtig in diesem Zusammenhang und der Wildwechselkorridor sei entlang der Bachläufe ideal. Das sei im Falle der Landschaftsbrücke Steinacker nicht der Fall, hier seien die landwirtschaftlichen Wege wichtig. "Für mich ist es logisch", so Ackermann.

Für alle positiv sei, dass die Umfahrung Buchungen voll geplant werde. Klar sei natürlich auch – etwa mit Blick auf Aussiedlerhöfe –, dass die Bahn keine Rücksicht auf Einzelinteressen nehmen könne.

"Es wird sich noch das eine oder andere ändern", ist Ackermann überzeugt und verweist auf Buggingens Rolle in dem Prozess der Planung: "Wir haben das Projekt immer vernünftig begleitet."