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05. Juli 2012

Henles Vorschlag kommt gut an

Lokaltermin mit Armin Schuster am Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt für den Radweg von und nach Rheinfelden.

  1. Beim Lokaltermin am Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt erkundigte sich Bundestagsabgeordneter Armin Schuster (Mitte) bei Manfred Henle (rechts) nach Einzelheiten der möglichen Radwegführung. Foto: Rolf Reißmann

  2. Ob sich dieses Tor einmal für Radfahrer öffnet? Foto: Rolf Reißmann

SCHWÖRSTADT. Armin Schuster, Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Lörrach-Müllheim, hatte am Montagnachmittag ans Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt eine Runde von Kommunalpolitikern und Fachleuten eingeladen. Er wolle gerne eine Idee des Schwörstädters Manfred Henle aufgreifen. Henle stört sich daran, dass der Radweg entlang des Hochrheins derzeit eine Unterbrechung hat.

Wer aus Richtung Osten kommt, muss am Kraftwerk durch die Bahn hindurch aus dem Tal hinauf in Richtung Bundesstraße fahren und dort an der bekannten Gefahrenstelle die Straße überqueren. Erst hinter Riedmatt führt der Radweg wieder südlich der Bahn in Richtung Beuggen weiter. Als Ortskundiger weiß Manfred Henle, dass sich daran etliche Radfahrer stören.

Armin Schuster brachte den Vergleich mit den großen europäischen Radwegen entlang der Donau, der Elbe und des Mittelrheins. Diese Routen seien begehrt und bekannt. Deshalb falle der Hochrheinradweg derzeit aus dem Netz der großen Touristenstrecken heraus. Daher könne die Schließung der jetzigen Lücke eine erhebliche Aufwertung für den Tourismus bringen.

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Deshalb möchte Schuster den Vorschlag Henles unterstützen. Dieser geht davon aus, dass das alte Anschlussgleis, über das einst von Beuggen Gütertransporte zum Kraftwerk erfolgten, nicht mehr benötigt wird. Nach seinen Informationen, so sagte Henle, könne das Gleis nie mehr benutzt werden. Da sich das nebenan liegende Areal in Privatbesitz befindet, könne es nicht genutzt werden. Doch mit dem Abbau der Gleise und entsprechendem Fahrbahnbau sei die Umgestaltung der alten Bahntrasse zum Radweg möglich. Lediglich unterhalb der Sägebachbrücke müsste mit einem Kunstbau das Tal überwunden werden. Dann wäre eine ununterbrochene Nutzung durch Radfahrer möglich.

Sowohl die beiden Gemeinderäte Paul Renz und Eckhard Hanser als auch Johann Steffan von der Tourismusabteilung im Landratsamt befürworteten diese Lösung ebenfalls. Die beiden Gemeinderäte wiesen aber ausdrücklich darauf hin, dass dies letztlich kein Ersatz für eine Radwegunterführung an der B 34 sein könne. Eine sichere Straßenunterquerung müsse unabhängig vom Ausbau des Radwegs am Fluss entstehen.

Mitgekommen war zu dem Ortstermin auch Verkehrsplaner Uwe Petry. Er plant im Auftrag des Landratsamtes den Radwegbau. In den nächsten Wochen wolle er die Möglichkeiten für den Ausbau am Rhein untersuchen und dann eine Kalkulation erarbeiten, teilte er mit. Zunächst einmal gelte es, eine genaue Zählung durchführen, um zu wissen, wie stark der Weg derzeit genutzt wird.

Anderseits meinte Schuster, wenn einmal die Strecke durchgängig sei, werde die gesamte Region erheblich attraktiver für Radtouristen. Der Bund hält sich grundsätzlich aus dem Radwegebau heraus, lediglich in einem Fall gewährt er Förderung. Dies trifft zu, wenn parallel ein bundeseigener Verkehrsweg verläuft. So gilt das für große Abschnitte am Oberrhein, weil dort der Fluss als Bundeswasserstraße zählt.

Doch mit dem Ende der Großschifffahrt in Rheinfelden endet auch diese Bewertung. Nun müsse man prüfen, ob der Abstand zur Bundesstraße 34 noch ausreicht, um damit eine Förderung zu erwirken. Allerdings gab es bisher auch noch keine Gespräche mit dem Kraftwerk, ob dieses auf die Bahntrasse überhaupt verzichten kann und möchte.

Autor: Rolf Reißmann