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02. Februar 2012

Bald kommt Leben ins Hela-Gebäude

Neben dem gesetzten Netto-Markt wollen vier Herbolzheimer Unternehmen in das Gebäude an der Bugstraße einziehen.

  1. Im Laufe dieses Jahres soll das neue Geschäfts-Ensemble im Gebäude des ehemaligen Hela-Baumarktes an der Bugstraße in Herbolzheim fertig gestellt werden. Foto: Michael Haberer

HERBOLZHEIM. Der frühere Hela-Baumarkt an der Bugstraße soll zum Ladenzentrum umgebaut werden. Damit das auch für das örtliche Gewerbe verträglich über die Bühne gehen kann, haben der Investor, der Verein Handel und Gewerbe (HuG) und Gemeinderäte intern beraten und mit Herbolzheimer Ladenbesitzern verhandelt. Danach können neben dem bereits gesetzten Netto-Markt vier Herbolzheimer Unternehmen in dem Gebäude untergebracht werden.

Bürgermeister Ernst Schilling informierte in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Dienstagabend über die Ergebnisse der Beratung wie auch der Akquisition von Mietern. Die Gespräche mit der HuG hätten sich gelohnt. Er geht davon aus, dass drei der Herbolzheimer Unternehmen sicher seien. Teils müssten sie sowieso ihre bestehenden Ladenflächen aufgeben und warteten deshalb auf das neue Angebot im früheren Hela-Gebäude.

Grundsätzlich habe sich der Investor "F&K Immobilien Management" aus Bamberg sehr flexibel gezeigt, um die Herbolzheimer Unternehmen an Bord zu holen. Namen wollte Schilling noch keine nennen. Projektentwickler Harald Gerlach, der für den Investor die "Revitalisierung" der 4000 Quadratmeter Nutzfläche im früheren Marktgebäude koordiniert, bestätigte, dass mit zwei Herbolzheimer Unternehmen die Verhandlungen so weit fortgeschritten seien, dass sie sicher als künftige Mieter gelten können. Er versicherte, dass sein Investor bestrebt sei, Störungen im Handelsgeschehen der Stadt zu vermeiden und deshalb bemüht sei, die unterschiedlichen Interessen zu berücksichtigen. Gerlach geht davon aus, dass noch im Laufe dieses Jahres das kommende Geschäfts-Ensemble fertig gestellt werden kann.

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Martin Clesle attestierte den Verhandlungen mit der HuG, dem Investor und den Fraktionen ebenfalls einen positiven Verlauf. Er hält diese Form des Dialogs grundsätzlich für sinnvoll, weswegen die Stadt auch zukünftig bei solchen Projekten diesen Weg gehen sollte.

Clemens Schätzle beschwerte sich allerdings, dass ein Discounter im Gebäude angesiedelt werden soll. Er sagte, das Innenstadtgewerbe werde unter der Billigkonkurrenz leiden. Schilling hielt dagegen, dass er und wohl auch der Investor sofort mitmachen würden, wenn sich Herbolzheimer Betreiber für die für Netto vorgesehenen gut 1200 Quadratmeter Laden- und Lagerfläche meldeten. Zwei Ordner voll Anfragen hätten sich angesammelt, die bei örtlichen Betrieben vorgenommen wurden. Er sei froh, überhaupt vier ernsthafte Interessenten aus Herbolzheim gefunden zu haben. Auch Clesle bestätigte, dass bei vielen kleinen Ladenbesitzern angefragt worden sei, die aber nicht wollten oder konnten.

Zur Außenfläche erklärte Schilling, dass möglicherweise die Stadt einen öffentlichen, kostenpflichtigen Parkplatz auf dem Freigelände anlegt. Georg Binkert möchte eine fußläufige Verbindung zur Innenstadt. Er denkt an eine Rampe von der Bahnunterführung her, wie sie von der Emmendinger Innenstadt zum Festplatz hin besteht. Schilling machte solche Pläne davon abhängig, ob der bewirtschaftete städtische Parkplatz auf dem Gelände realisiert wird. Herbert Oesterle regte an, im Gebäude eine öffentliche Toilette einzurichten.

Autor: Michael Haberer