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07. Februar 2012

Das große Ziel Museum rückt näher

Der Heimattag war für den Heimatverein Broggingen auch finanziell erfolgreich / Ein Grillplatz soll geschaffen werden.

HERBOLZHEIM-BROGGINGEN. Ralf Obergföll steht weiter an der Spitze des Heimatvereins Broggingen. Die gut besuchte Hauptversammlung am Samstagabend im Rathaus Broggingen hat Obergföll wie auch sein Team einstimmig bestätigt. Allerdings hat Obergföll einen neuen Stellvertreter: Lothar Scherer wurde in dieses Amt gewählt.

Im Mittelpunkt des Rückblicks auf das Vereinsgeschehen im vergangenen Jahr stand der Heimattag. Dieser war nach Obergföll der Höhepunkt gewesen. Der Heimatverein habe sich mit bis zu 50 seiner Leute richtig ins Zeug gelegt, was durch die große Resonanz des Heimattags weit über die Ortsgrenzen hinweg auch honoriert worden sei. Mit Festgottesdienst, Präsentation von Traktoren, Weinbergschleppern und Mähdreschern, Bauernolympiade, Feuerwehrpräsentation und Singwettbewerb bot dieser Jubiläumstag zum Zehnjährigen des Heimatvereins ein reichhaltiges Programm.

Auch Pressewart Roland Blum hob den Heimattag als große Herausforderung hervor: Es musste ordentlich Werbung gemacht werden, damit so viele Besucher kamen. Eine Dauerwerbung soll der Stammtisch des Heimatvereins sein, für den sich der Pressewart ein paar neue Gesichter wünschte.

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Die Schriftführerin Rosemarie Obergföll wusste noch von zwei anderen erfolgreichen Großveranstaltungen zu berichten: Das Stockbrunnenfest zusammen mit dem Gesangverein und der Heimatverein machte bei der Kilwi mit. Das zehnte Jahr des Heimatvereins brachte auch eine positive finanzielle Bilanz. Die Rechnerin Anne-Kathrin Koch konnte berichten, dass von den 17 000 Euro Einnahmen rund 4000 für das Guthaben übrigblieben. So komme man dem großen Ziel des Heimatvereins, nämlich ein Heimatmuseum einzurichten, immer näher.

Archivar Wolfgang Schnaiter stellte vor, was der Heimatverein an Erinnerungskultur betreibt. Zum einen werden die alten Häuser, die bereits um 1800 standen, kartographiert. So einfach könne man den Eindruck des Dichters, Kirchenmannes und Pädagogen Johann-Peter Hebel zu jener Zeit, Broggingen sei ein ganz armes Dorf gewesen, nicht stehen lassen, meinte der Archivar.

Wo befinden sich besondere Erinnerungsstücke?

Ein Dauerprojekt ist die "Dragonerpost", deren "Geschichtskette Broggingen" in Zusammenarbeit mit der Grundschule den Kindern einen Eindruck vermitteln soll, wie das Leben in Broggingen vor 100 Jahren aussah. Eindrücke vergangener Tage geben auch der Kalender des Heimatvereins mit teils bis zu 100 Jahre alten Aufnahmen aus dem Dorf und die Geschichtstafeln im Ort. Deren Oberfläche soll nun durch Plexiglas geschützt werden. Schnaiter wies auch auf die Kreisaktion hin, die Kleindenkmale zu sichten und zu dokumentieren.

Im laufenden Jahr gilt es auch in Broggingen Erinnerungsstücke wie Wegkreuze, kirchliche Skulpturen oder markierte Grenzsteine außerhalb des Ortsetters festzuhalten. Hier sei auch die Bevölkerung aufgefordert Tipps zu geben, wo sich solche kleinen Erinnerungsschätze in den Hügeln um Broggingen befinden, sagte Schnaiter. Obergföll brachte zum Abschluss noch ein weiteres Projekt ins Gespräch. Gerade für die Wandertage des Heimatvereins wäre es gut, einen eigenen Grillplatz in Broggingen zu haben. Obergföll hofft, dass der Grillplatz noch in diesem Jahr realisiert werden kann.

Autor: Michael Haberer