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07. Februar 2012
Partylaune bei den Pflüme bis in die Morgenstunden
Bei Musik, Tanz und guter Laune feiern 500 Besucher das 44-jährige Bestehen der Wagenstadter Fasentgemeinschaft.
HERBOLZHEIM-WAGENSTADT. Am Samstag gaben die Wagenstädter Pflüme eine große ausgelassene Party bis in die Morgenstunden. Anlässlich ihres 44-jährigen Bestehens hatten sie in die Wagenstädter Halle zu einem Jubiläumsabend geladen. Rund 500 Narren und Anhänger der Pflüme sind gekommen. Sie erlebten viel Musik, Tanz und gute Laune.
Tanz gab es vor und auf der Bühne. Oben präsentierten die Pflüme und ihre Gastzünfte ihre tänzerischen Kunststücke. Den Auftakt machten die Waldteufel aus Heimbach. Ihre Mädchen im rot-weißen Prinzenkostüm haben flott die Beine geschwungen. Die Pflüme haben unter der Leitung von Anne Enz einen neuen Hexentanz einstudiert. Choreografisch setzten sie die Verwandlung von jungfräulichen Mädchen in Weiß zu Hexen um. Die Pflüme ernteten bei ihrer Premiere viel Applaus für ihre Performance. Der Hexentanz ist bei der Pflüme-Sitzung am Fasnachtssamstag noch einmal zu sehen.
Die Hexen gaben nach einer Tanzrunde für die Zuschauer den Stab an die Piraten weiter. Die Mädchen der Nordweiler Bachdatscher brachten mit ihrem Showtanz die Karibik auf die Bühne. Den nächsten Prinzentanz haben die närrischen Gardemädchen aus Weisweil hingelegt. Wie die Wagenstädter gehören auch die Weisweiler Narren dem Verbund "Berg und Tal" an. Also präsentiert man sich auch bei den Veranstaltungen der närrischen Verbündeten. Den nächsten Showtanz brachten die Mädchen der Herbolzheimer Karnevalsgesellschaft auf die Bühne. Die fetzige Einlage der "Emotion Steps" aus dem Bleichtal werden diese ebenfalls bei der Pflüme-Sitzung noch einmal präsentieren.
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Das Programmfinale gehörte der Wagenstädter Guggemusik. Mit lautem und schrägem Blech und Getrommel kamen sie eingezogen. Ihr gut halbstündiger Auftritt bot aber nicht nur Gugge, sondern hatte durchaus Schlenker zum Pop.
Als sie gegen 23.30 Uhr die musikalische Leitung an die Partyband weitergaben, war die Party aber noch lange nicht fertig. Tanz gab es bis 2.30 Uhr und um 4 Uhr musste die gerammelt volle Sektbar dichtgemacht werden. Doch mit dem Heimkommen war es nicht so leicht, berichtet Obernarr Simon Thomann, der durch das Programm geführt hatte. Denn draußen war es närrisch kalt. Die Pflüme hatten bereits für den ganzen Abend ein beheiztes Zelt für die Raucher eingerichtet, wo diese sich auch mit Glühwein aufwärmen konnten. Nach einem anstrengenden närrischen Jubiläumsabend war dann vielen Besuchern die Heimkehr zu Fuß doch eine grausige Vorstellung bei diesen Minusgraden. Angesichts der großen Nachfrage an Taxis mussten manche lange warten, bis sie wirklich nachhause kamen. Thomann freut sich, dass der ganze Abend eine friedliche Party war und es keinen Ärger gab.
Autor: Michael Haberer
