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08. Februar 2012

Populäre Rhythmen und spirituelle Botschaften

Der 25-köpfige Gospelchor "Golden Harps" begeisterte beim Gastspiel im Bürgerhaus in Tutschfelden.

  1. Der Gospelchor „Golden Harps“ bei seinem jüngsten Auftritt im Bürgerhaus Tutschfelden. Foto: Michael Haberer

HERBOLZHEIM-TUTSCHFELDEN. "Holy, holy, holy", klang es aus 25 Kehlen am frühen Sonntagabend im Bürgerhaus in Tutschfelden. Der Gospelchor "Golden Harps" wippte auf der Bühne und eröffnete sein Konzert: "Heilig, Heilig, Heilig". Die WG hatte den Chor aus Lahr erneut eingeladen und so erfüllten sie die gut gefüllte Halle zum zweiten Mal mit ihrer Art der Lobpreisung des christlichen Gottes.

Dirigent Friedhelm Matter, der Chor, die Solisten und ihre Band nehmen das Publikum mit auf eine vielstimmige Reise in die Welt christlichen Wohlbefindens. Singend, klatschend und wippende verkünden sie meist in englischer Sprache, was Christus für sie ist. Es geht um Liebe, Dankbarkeit und hohe Berge. Von der Zugabe "Oh Happy Day" geht es stilistisch bis zu jenem "Danke, für diesen Guten Morgen", das inzwischen in jeden Kindergarten Einzug gefunden hat. Freilich zelebrieren die Gospelsinger auf der Bühne das "Danke" mit einer anderen Stimmausbildung als der Kinderchor. Auf das Publikum im Bürgerhaus wirkt es auch weit mitreißender als das morgendliche gesungene "Danke" auf die Kleinen. Der Dirigent hat dazu noch einige Sätze parat, wofür alles das Publikum danken soll, auch wenn die Lage auf den ersten Blick nicht so rosig erscheine. Immer wieder treten anderer Solisten auf, die meist im "Dialog" mit dem Chor die gleiche Botschaft mit anderem Timbre und anderer Melodik zum Besten geben.

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Die "Golden Harps" haben sich vor rund 15 Jahren aus einem Gospel-Projektchor für eine überregionale Jugendveranstaltung gebildet und gehören dem Evangelischen Verein für innere Mission Augsburgischen Bekenntnisses an. Inzwischen waren sie bereits bei rund 300 Auftritten, meist in Südbaden, zu hören. Unter dem Motto "Come and feel the Gospel" singen sie moderne Gospels. Diese grenzen sich musikalisch deutlich zu den altbekannten Traditionals und Spirituals der amerikanischen Sklaven ab. Dieses "Contemporary Gospel" oder "Urban Gospel" ist ein Mix aus den traditionellen Gospels und Elementen aus Jazz, Blues, Soul oder Funk. Mit dieser Mischung aus populären Rhythmen und spirituellen Botschaften verbreitet der Chor zwei Stunden lang gesangliches Wohlbefinden, wofür das Publikum mit viel Applaus und der Forderung nach Zugaben dankt.

Autor: Michael Haberer