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20. März 2017

Vorfreude auf das neue Gerätehaus

Beste Stimmung bei der Brogginger Feuerwehr, die in ihrer Hauptversammlung Bilanz zog / Motivierte Jugendwehr.

  1. Albin Kolb wurde in Broggingen für 50 Jahre Feuerwehrdienst von Bürgermeister Ernst Schilling und Abteilungskommandant Nico Ackermann (rechts) ausgezeichnet. Foto: Werner Schnabl

HERBOLZHEIM-BROGGINGEN. Beste Stimmung herrschte bei der Feuerwehr Broggingen. Mit fünf Einsätzen war das vergangene Jahr wenig spektakulär, aber dennoch besonders, denn die Wehr hat ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug bekommen. Und demnächst erfolgt der Spatenstich für das neue Gerätehaus. Einhellige Meinung des Feuerwehrkommandos: Hier werde sinnvoll in die Zukunft investiert.

Unter den fünf Alarmierungen war lediglich eine Brandbekämpfung, und die war keine wirkliche Prüfung, denn das Feuer war beim Eintreffen der Wehr bereits gelöscht. Nach einem heftigen Unwetter stand im Ort die Riedstraße komplett unter Wasser, die Wehr sicherte den Verkehr und beseitigte Schäden. Zusätzlich musste eine Kellerwohnung ausgepumpt werden. Die ungewöhnlich lange Einsatzzeit von sieben Stunden war darauf zurückzuführen, dass der Lichtschacht durchgehend auszupumpen war, da das Grundwasser permanent anstieg.

Die gleiche Situation herrschte während einer Probe wenige Tage später in der Dragonerstraße. Auch dort mussten mit Hilfe von Tauchpumpen Kellerräume von Wasser befreit werden. Abteilungskommandant Nico Ackermann sprach von professioneller Arbeit. Dazu zählte er auch das 13-malige Ausrücken der Tagschleife und die Einsätze im Bleichtal.

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70 unterschiedliche Termine galt es abzuarbeiten, darunter 23 angesetzte Proben und Unterrichtsabende. 40 Mal traf sich die Jugendwehr zu Ausbildungszwecken, 15 Mal kamen die Führungskräfte zusammen. Rechnerisch waren die Feuerwehrleute mehr als einmal in der Woche in Aktion. Umso erstaunlicher der steigende Probenbesuch, den Ackermann als "gigantisch" bezeichnete. Die Mannschaftsstärke umfasst 14 Aktive und drei Alterskameraden.

Die Jugendwehr feierte ihr 35-jähriges Bestehen. Während der Proben seien alle Feuer und Flamme. Das seien beste Voraussetzungen für die künftigen Feuerwehrmitglieder.

Die Umstrukturierung in der zweiten Jahreshälfte zu einer zentralen und gemeinsamen Nachwuchsarbeit wurde von allen Seiten begrüßt. Neben dem Feuerwehrdienst gaben die 15- bis 18-Jährigen auch eine gute Figur beim Fußballturnier auf dem Rasen ab, wo die Jungs erst im Finale unterlagen. Für die älteren Kameraden wird nach wie vor viel Geselligkeit angeboten. Der jährliche Altennachmittag im Tutschfelder Bürgerhaus wurde ebenso besucht, wie der Kreissenioren-Nachmittag, den die Kollegen in Rheinhausen ausrichteten.

Das Warten auf das neue Löschfahrzeug hatte im September ein Ende. Damit hatte das alte Tragkraftspritzen-Fahrzeuges TSF aus dem Jahr 1983 ausgedient.

Mit dem Spatenstich Ende des Monats für das gemeinsame Gerätehaus der Brogginger und Bleichheimer Wehr geht eine gefühlte, unendliche Geschichte doch noch glücklich zu Ende.

90 Prozent aller Aufträge seien vergeben, kommentierte Bürgermeister Ernst Schilling die momentane Situation. Wichtig sei gewesen, die Wünsche der Feuerwehr zu berücksichtigen. Hier hätten die beteiligten Gremien ganze Arbeit verrichtet. Der Rathauschef kritisierte die viel zu lange Lieferzeit von neun Monaten für einen neuen Mannschaftstransportwagen.

Nach der einstimmigen Entlastung wurde Albin Kolb für 50 Jahre Feuerwehrdienst geehrt.

Ortsvorsteher Ralf Obergföll bedankte sich für die geleisteten Dienste, die der Bevölkerung das Gefühl der hohen Sicherheit gebe. Gesamtkommandant Martin Hämmerle bezeichnete die 16-köpfige Abteilung, die ein Durchschnittsalter von 32 Jahren aufweist, als jung und routiniert. Die bisher Proben mit Bleichheim hätten sich mehr als bewährt.

Autor: Werner Schnabl