Eine eigenwillige Frau

akm

Von akm

Fr, 07. September 2018

Herrischried

Das Heidewiibli erzählt Geschichten im Schaugarten.

HERRISCHRIED (akm). Ein handverlesenes Publikum fand den Weg zum Hof Berggarten in Großherrischwand zum Geschichtenspaziergang durch den Schaugarten. Zwischen den sagenhaften Skulpturen des Künstlerpaares Olivieri/ Gelderblom und vor der schon herbstlichen Kulisse des Naturschaugartens kam die Erscheinung des Heidewiiblis zur vollen Geltung.

In originaler Hotzenwaldtracht, bewährt mit Pfiefli und beißendem Humor, gab Margrit Eckert-Schneider aus Rickenbach in bestem Alemannisch Geschichten vom Hotzenwald zum Besten. Das Heidewiibli gehört wohl zu den skurrilsten historischen Persönlichkeiten des Hotzenwaldes. Wenn man Margrit Eckert-Schneider lauschte, konnte man sich hineinversetzen in dieses gewitzte Heidewiibli, das unbeirrt von Konventionen sein Leben gelebt hat.

Sie kam dabei viel rum auf den Festen und Gastwirtschaften des Hotzenwaldes, hat so manchen aufs Korn genommen und mit ihm seinen Spaß getrieben. Die Zuhörer lachten herzlich über die herben Witze dieser eigenwilligen Figur. So wurden die Zuhörer von der düsteren Geschichte des Gasthofes "Zum dürren Ast" in Hogschür in Bann gezogen. Margrit Eckert-Schneider versteht es aber hervorragend, nach traurigen Geschichten die Zuhörer mit einem Wortspiel wieder zum Lachen zu bringen.

Die Hintergründe der Hotzenwälder Geschichten sind gut recherchiert. Im Schaugarten am Hof Berggarten wurden sie dank der Skulpturen und Margrit Eckert-Schneider für einen kurzen Moment wieder lebendig. Jüngst kam die Figur des Maisenhardt-Joggele wieder dazu, der gutmütig-schelmische Waldgeist. Seine Sage rundete das Programm ab.

Die nächste Gelegenheit zum Treff mit dem Heidewiibli hat man im Schaugarten am Sonntag, 14. Oktober, ab 15 Uhr im Rahmen des Erntemarktes am Klausenhof. Der Schaugarten der Gärtnerei Hof Berggarten steht in der milden Jahreszeit jedem Besucher unabhängig von den Öffnungszeiten der Gärtnerei offen und lädt mit seinen Sonnenplätzen, Banknischen und Steinmauern zu einem Picknick ein.