Einzelne Bauern könnten Geld bekommen

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Do, 30. August 2018

Herrischried

Amt rechnet mit nur wenigen Anträgen wegen der Dürre.

HOTZENWALD (am). Die in Berlin beschlossenen staatlichen Finanzhilfen für Landwirte, die wegen der Dürre existenzbedrohende Ernteausfälle hinnehmen mussten, könnten auch von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft des Hotzenwaldes in Anspruch genommen werden. Von der langen Trockenheit waren auf dem Wald vor allem einzelne Mutterkuhhalter stark betroffen, weil Weiden zu früh austrockneten und die Winterfutterreserven angegriffen werden müssen. "Wo Futter zugekauft werden muss und auch der Tierbestand dezimiert wurde, können die Einbußen auch bei uns schon über 30 Prozent liegen", berichtete die Herrischrieder Tierhalterin Hannelore Thiel.

Schnelle Auszahlungen sind nicht wahrscheinlich

Das Landwirtschaftsamt spricht von einzelnen Höfen auf dem Wald, die für eine Inanspruchnahme der Mittel in Frage kommen. Im Großen und Ganzen, so informierte der stellvertretende Amtsleiter Alexander Wegerhof, seien aber die Ernteausfälle in den Grünlandgebieten nicht so dramatisch ausgefallen wie in anderen Gebieten Deutschlands. Derzeit werde noch zwischen Bund und Ländern über die Kriterien für eine Finanzhilfe gesprochen. "Es ist noch offen, wie das ganze Antragsverfahren bei uns abgewickelt wird", berichtete Wegerhof. Zur Prüfung eingehender Anträge müssten Landwirte auch prüfbare Erntevergleichsdaten von Vorjahren angeben. Mit schnellen Auszahlungen sei wohl nicht zu rechnen.