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16. November 2011

"Alles ist Übergang – zur Heimat hin"

BZ-INTERVIEW mit dem emeritierten Domkapitular Hermann Ritter über seinen Vortrag.

  1. Domkapitular Hermann Ritter spricht über das Leben und die letzten Dinge Foto: Markus Zimmermann

DENZLINGEN. "Alles ist Übergang – zur Heimat hin" ist der Titel eines Vortrags des emeritierten Domkapitulars Hermann Ritter, zu dem die Kolpingfamilie am Freitag, 18. November, von 19.30 Uhr an in das Gemeindezentrum St. Jakobus einlädt. Was die Besucher erwarten dürfen erklärte Referent Ritter unserem Mitarbeiter Markus Zimmermann.

BZ: Wie werden Sie diesen Abend gestalten?

Ritter: Ich habe geplant, etwa eine dreiviertel Stunde mit einem Referat in die Fragestellungen einzuführen und dabei Perspektiven, Knackpunkte aufzuzeigen. Anschließend wünsche ich mir ein lebendiges Gespräch, einen bereichernden Austausch.

BZ: Welches werden dabei die wichtigsten Fragestellungen sein?

Ritter: Wir werden geboren um zu sterben, Geburt und Tod sind Realitäten unseres Daseins. Doch was ist mit dem Dazwischen? Wie gestalte ich das Leben und vor allem, wie und vor wem verantworte ich mein Leben? Für gläubige Menschen, für die Ursprung und Zielpunkt ihres Lebens Gott ist, die ihr Leben aus dieser Beziehung heraus leben, ist die Verantwortung eine zentrale Frage. Was bedeutet dies insbesondere für Christen und bei der Suche nach Antworten werden wir um praktische Dinge nicht umhin können.

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BZ: Der Untertitel Ihres Vortrags, "über die letzten Dinge des Menschen und der Welt", weist aber auch noch in eine andere Richtung. Das müssen Sie erklären.

Ritter: Verantwortung weist über den Tod hinaus, stellt die Frage, was ist der Tod und was ist danach? Aus dem christlichen Glauben kennen wir Begriffe wie Hölle, Fegefeuer und Himmel, Vorstellungen vom Gericht, was auch ein Urteil impliziert. Wir werden versuchen zu klären, was damit gemeint ist und uns dabei auch bildlicher Darstellungen, die bei der Hölle oft sehr eindringlich, beim Himmel eher langweilig und blas sind, bedienen. Eines möchte ich dabei im Vorfeld schon betonen. Niemand, auch kein Theologe kann mit Bestimmtheit sagen, dass jemand in der Hölle ist.

Autor: mzd