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23. September 2011

Eine Sonntagsmesse gibt es nur in Glottertal

Zum Freiburger Papstbesuch ändern die Pfarreien ihre Gottesdienstzeiten / Viele Vorabendmessen / Lager für Jugendgruppen.

  1. Wenn der Papst in Freiburg weilt, wirkt sich das auch auf die Pfarreien im Umland aus. Foto: frank kiefer

BREISGAU. Nun ist es soweit: Das Oberhaupt der katholischen Kirche kommt nach Freiburg. Wenn Papst Benedikt XVI. am 24. und 25. September die Breisgaumetropole besucht, bedeutet das auch ein besonderes Wochenende für die Kirchengemeinden im Umland. Viele Seelsorgeeinheiten haben die Gottesdienstzeiten angepasst, einige nehmen auch Übernachtungsgäste auf.

Die Seelsorgeeinheit Gundelfingen/Zähringen hat für den Sonntag eine Wanderung geplant. Die Karteninhaber wandern gemeinsam von Gundelfingen beziehungsweise Zähringen an den Flugplatz, um dort in einem Block den Papst zu erleben. Aus Gundelfingen wird zudem eine Gruppe von etwa 50 Jugendliche ihren Weg zum Großereignis antreten, die im Gemeindezentrum übernachtet. "Nachdem die Eucharistiefeier vorbei ist, grillen wir dann noch zusammen in Zähringen", meint Pfarrsekretärin Dagmar Jurdzik. Ein Gottesdienst findet in Gundelfingen nur am Samstag um 18.30 Uhr statt, die Messe am Sonntag fällt aus. Die Pfarrgemeinde St. Blasius in Zähringen bietet allerdings am Sonntagabend um 18 Uhr eine Messe an.

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Wer vor der Eucharistiefeier des Papstes an einem Gottesdienst teilnehmen möchte, hat in der Seelsorgeeinheit An der Glotter die Möglichkeit dazu. Um 8.45 findet im Glottertal eine Messe statt, die früh genug endet, damit auch der Papstbesuch noch verfolgt werden kann. Zudem werden auch Vorabendmessen in der Pfarrkirche St. Jakobus in Denzlingen und Reute (beide 18.30 Uhr) angeboten. Am Sonntag sind dort keine Gottesdienste. Die Seelsorgeeinheit hat auch Übernachtungsgäste, Gemeindesäle für zwei Gruppen werden zur Verfügung gestellt. Gemeinsam den Weg zum Flugplatz antreten werden die Ministranten. "Auch diejenigen, die mit dem Fahrrad fahren, wollen sich zusammentun und dann gemeinschaftlich nach Freiburg fahren", erzählt Pfarrer Hermann Vogt.

Die Regionalzüge und die Elztalbahn nach Freiburg verkehren planmäßig. Am Sonntag allerdings halten sie nicht an den Haltepunkten Zähringen und Herdern.

In der Seelsorgeeinheit March gibt es sowohl eine Vorabendmesse am Samstag in Holzhausen als auch einen Gottesdienst am Sonntagabend in Hugstetten. Beide finden um 18.30 Uhr statt. Auch Schlafplätze bietet die Seelsorgeeinheit March während des Papstwochenendes an. "In Hugstetten übernachtet die Gruppe Jugend 2000, eine Bewegung aus der Region", berichtet Pfarrer Thomas Schwarz. Die Gruppen, die von erwachsenen Betreuern und Priestern begleitet werden, reisen schon am Freitag an. Am Samstag werden sie um 10.15 Uhr in der katholischen Kirche in Hugstetten einen Gottesdienst feiern, der auch allen Bürgern offensteht.

In Neuershausen wird ein zusätzlicher Parkplatz für Autofahrer eingerichtet, vom dem aus Busse am Sonntagmorgen nach Freiburg fahren, um Pilger zum Gottesdienst auf dem Flugplatz zu bringen.

Die rund 200 Personen aus der Seelsorgeeinheit selbst, die sich zum Papst-Gottesdienst angemeldet haben, gehen dagegen weitgehend privat nach Freiburg, lediglich ein Großteil der Ministranten geht geschlossen dort hin. Wer nicht selbst zum Papst-Gottesdienst am Sonntag auf dem Freiburger Flugplatz geht, kann dennoch das Großereignis gemeinschaftlich zu erleben. Ab 10 Uhr wird es in der Gemeindehalle in Neuershausen ein Public Viewing geben.

Gleich beide Pfarrsäle stellt die Seelsorgeeinheit St. Märgen – St. Peter für Übernachtungsgäste zur Verfügung. "Wir haben zwei Gruppen aus Villingen zu Gast", berichtet Pfarrer Stefan Meisert. Auch in den eigenen Gemeinden gibt es Interesse an der Eucharistiefeier mit Benedikt XVI.: Knapp 140 Anmeldungen gibt es in der Seelsorgeeinheit bereits, darunter auch ein Großteil der Ministranten. Zur Einstimmung gibt es zwei Vorabendmessen in St. Märgen und St. Peter (beide um 19 Uhr), auf Veranstaltungen am Sonntag haben die Gemeinden bewusst verzichtet, "um den Menschen die Möglichkeit zu geben, nach Freiburg zu gehen oder den Gottesdienst im Fernsehen zu verfolgen", erklärt Pfarrer Meisert.

Autor: Jannik Bargen und Milan Neugebauer