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16. Januar 2012
Heuweilers Haushalt steht
Gesamtvolumen beträgt 3,55 Millionen Euro / Abrissarbeiten am alten Rathaus beginnen heute.
HEUWEILER. Es ist sein allerletzter Haushaltsplan. Umso erfreulicher sei es, dass der Inhalt des 3,55 Millionen Euro umfassenden Zahlenwerks für 2012 so positiv ausfalle: Wenn Kämmerer Johannes Lorenz a.D. nun zum zweiten Mal die Bücher übergibt, steht das kleine Heuweiler auch finanziell sehr ordentlich da.
"Seit vielen Jahren haben wir in vielen kleinen Schritten auf diesen Neubeginn mit dem neuen Gemeindehaus hingearbeitet", sagte Bürgermeister Reinhard Bentler nach der Vorstellung des Haushaltsplans. Alt-Kämmerer Johannes Lorenz hatte den Haushalt ausgearbeitet, nachdem Kämmerin Steffi Seiler aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen war. Da bereits im Vorfeld die Gemeinderäte das Rechenwerk – nicht öffentlich – vorberaten hatten, war die Haushaltssitzung in kürzester Zeit beendet und Plan und Satzung wurden beschlossen."Es ist ein problemloser Haushalt, die Gemeinde hat gute Rücklagen und die Steuern und Gebühren werden nicht erhöht." Lorenz präsentierte die wichtigsten Zahlen: Das Volumen des Verwaltungshaushaltes 2012 beträgt 1,854 Millionen Euro. 2011 waren es 1,7 Millionen. Der Vermögenshaushalt umfasst 1,499 Millionen Euro, das macht rund 600 000 Euro mehr als im Vorjahr. Der Verwaltungshaushalt wird wahrscheinlich 104 000 Euro für den Vermögenshaushalt erwirtschaften. Größte Investition wird der Bau des Gemeindehauses sein, für den in diesem Jahr 913 500 Euro eingeplant sind. Insgesamt kostet das Gebäude zwei Millionen Euro, den Rest gilt es 2013 aus den Rücklagen und vielleicht über Kredite aufzubringen.
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177 000 Euro stehen für das neue Feuerwehrfahrzeug im Haushaltsplan und weitere 16 000 Euro für den Umbau des Versammlungsraumes zur Kleinkinderbetreuung. Jetzt schon geht die Feuerwehr davon aus, dass die insgesamt veranschlagten 266 000 Euro für das neue Feuerwehrfahrzeug nicht ausreichen werden. "Wir rechnen mit 305 000 Euro aus", sagte Gemeinderat und Feuerwehrkommandant Michael Strecker. Auch die Kosten für den Straßenbau im südlichen Teil von Hinterheuweiler, die Umgestaltung der Parkplätze am Kirchberg, Erneuerung der Straßenbeleuchtung und die Abwasserbeseitigung schlagen erheblich zu Buche, wie der Kämmerer vorrechnete. Mit weiteren Einnahmen rechnet die Verwaltung aus dem Verkauf der letzten beiden Grundstücke im Baugebiet Flissert.
In Sachen Gewerbesteuereinnahmen ist die Verwaltung zuversichtlicher als 2011 und hat den Planansatz auf 80 000 Euro angesetzt. Bei der Einkommensteuer plant der Kämmerer einen Gemeindeanteil von rund 450 000 Euro. Auch mit höheren Schlüsselzuweisungen rechnet die Gemeinde. Dagegen stehen im jetzigen Haushaltsentwurf eine Finanzausgleichsumlage von 194 000 Euro und eine erhöhte Kreisumlage von rund 299 000 Euro. "Trotz des guten Haushaltes 2012 rate ich jedoch weiterhin, den sparsamen Weg beizubehalten", endete Johannes Lorenz. Denn niemand wisse, wie sich die Kosten etwa für Energie entwickeln, wie die Tariferhöhungen künftig aussehen, wie hoch die Kreisumlage ab 2013 sein wird und wie sich die Steuereinnahmen entfalten werden.
"Wir haben nicht nur das neue Gemeindehaus im Fokus behalten, sondern auch alle weiteren Zukunftsaufgaben eingeplant", sagte Martin Weiner (Freie Wählergemeinschaft). Das Fundament dazu lag in der konstruktiven Zusammenarbeit der Gemeinderäte. Die Rücklagen konnten aufgefrischt werden, die Zuschüsse durch geschicktes Abrufen bis auf den letzten Cent ausgereizt und der Schuldenstand auf niedrigem Niveau gehalten werden. Ziel müsse nun weiterhin die Sicherung der Eigenständigkeit Heuweilers sein. Auch Otmar Maas (Neue Liste) ist zufrieden, dass die Gemeinde neben dem Neubau des Gemeindehauses noch viel Spielraum für weitere Bereiche hat. "Das zeichnet die Gemeinde aus." Sonja Weis (Frauenliste) betont, dass das neue Gemeindehaus die Eigenständigkeit Heuweiler manifestiere. Bauamtsleiter Bruno Müller berichte noch über die Abrissarbeiten am alten Rathaus. Die Bagger werden voraussichtlich heute damit beginnen, die Außenmauern einzureißen.
Autor: Andrea Steinhart
