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13. Dezember 2011

Im Januar wird das alte Rathaus abgerissen

Heuweiler: Ortsbaumeister geht nach 24 Jahren in den Ruhestand / Bürgermeister Bentler "Eine Ära geht zu Ende".

  1. Gemeinderat Heuweiler Verabschiedung Fritz Heitzmann Foto: Andrea Steinhart 

HEUWEILER (ast). In der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres verabschiedete Bürgermeister Reinhard Bentler den bisherigen Ortsbaumeister Fritz Heitzmann nach mehr als 24 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Bevor jedoch der Ortsbaumeister am Donnerstagabend gebührend geehrt wurde, gab es noch einiges zu tun.

Für den Neubau des Gemeindehauses in Heuweiler wurden die ersten Arbeiten öffentlich ausgeschrieben. Die Ergebnisse konnte Ortsbaumeister Fritz Heitzmann in seiner letzten Gemeinderatsitzung vorstellen. Dazu gehörten die Abbruch- und Erdarbeiten, die Maurerwerke, Zimmerarbeiten und die Aufzugsanlage. "Alle Handwerker signalisieren uns derzeit steigende Preise." Doch noch liegen die eingegangenen Angebote im kalkulierten Bereich. "Daher sollten wir den Bau einer Empore im Saal des neuen Gemeindehauses als nützliches und wichtiges Element für Veranstaltungen im Auge behalten", sagte Heitzmann. Geplant ist das neue Gemeindehaus in Heuweiler für 2,2 Millionen Euro – ohne Empore. Kosten würde sie nach den Berechnungen des Architekten Beck rund 24 000 Euro.

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"Wenn alles so eintrifft, wie wir es planen, steht dem Bau der Empore nichts im Weg", sagte auch Bürgermeister Reinhard Bentler. Dem stimmten die Martin Weiner (Freie Wählergemeinschaft) und Otmar Maas (Neue Liste) zu. Ortsbaumeister Heitzmann erläuterte danach auf Anfrage die die Ausschreibungsprozedur und bestätigte, dass die Gewerke an Firmen in der Region vergeben wurden. Mit der einstimmigen Vergabe der verschiedenen Aufträge ebnete der Gemeinderat die weiteren Schritte.

Ortsbaumeister mit weiterem Leuchtturmprojekt

Heitzmann: "Nun kann der Abriss des alten Rathauses im Januar 2012 beginnen." Nach dem Umzug ins Gästehaus des Grünen Baums ist das Übergangsbüro der Verwaltung Heuweiler seit gestern, Montag, 12. Dezember, wieder geöffnet.

Das neue Gemeindehaus für die Feuerwehr, Malteser, Vereine und Verwaltung sei neben der Kirchberghalle ein weiteres "Leuchtturmprojekt für Heuweiler", das vom Ortsbaumeister Heitzmann erbaut wurde, sagte Bürgermeister Bentler. Der noch bis Ende Dezember amtierende Mann an der Spitze des Bauamtes habe sich durch vieles ausgezeichnet, besonders aber dadurch, dass er stets die Entwicklung Heuweilers vor Augen hatte. Selbst bei problematischen Bebauungsplänen und Bauanträgen war er um Gespräche mit den Betroffenen und für gute Kompromisse bemüh. Er habe sich mit großem Sachverstand, steter Loyalität und vorbildlichem persönlichem Einsatz der verantwortungsvollen Aufgabe gestellt und die städtebauliche Entwicklung Heuweiler prägend mitgestaltet. "Nicht die Bürgermeister gehen in die Geschichte ein, sondern die Baumeister bedeutender Gebäude. Das wird auch in Heuweiler so sein", prophezeite Bentler.

Heitzmann sei ein Mann der leisen und sachlichen Töne, sagte Martin Weiner, der für alle Gemeinderäte Heuweilers den Dank aussprach. "Besonders hervorzuheben ist das feine Gespür des Ortsbaumeisters für städtebauliche Zusammenhänge und Entwicklungen." Er habe es all die Jahre verstanden, den Gemeinderäten und der Bevölkerung komplexe Zusammenhänge von Baugebieten oder Bauanträgen verständlich nahe zu bringen. Als bleibende Verdienste rechnet ihm der Gemeinderat den Bau der Kirchberghalle mit Kindergarten und nun den beharrlichen und andauernden Einsatz für das Bürgerhaus an. "Seit langer Zeit haben Sie darauf hingearbeitet, eine tragfähige städtebauliche Konzeption für das Bürgerhaus zu erarbeiten und haben bis heute alles dafür getan, dass nun zügig mit dem Bau begonnen werden kann." Dafür seien ihm die Gemeinderäte dankbar.

"Heuweiler war für mich immer ein schöner Arbeitsplatz", gestand Heitzmann am Ende. Hier wurde nicht politisch oder ideologisch diskutiert, sondern von Vernunft geleitete Gemeindeinteressen bearbeitet: "für einen rationalen Planer eine gute Voraussetzung." Er werde die Gemeinde vermissen, versprach aber, ab und zu vorbeizukommen.



Autor: ast