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15. Oktober 2011
Solide Grundlage fürs Gemeindehaus
Heuweilers Gemeinderat billigt die Jahresrechnung 2010, die mit einem Plus abschließt / Überschuss fließt in neue Projekte.
HEUWEILER. Hauptthema im Gemeinderat Heuweiler war am Donnerstagabend die Beratung der Jahresrechnung 2010. Sie fällt deutlich besser aus, als im Haushaltsplan befürchtet. So konnte sogar dem Vermögenshaushalt der satte Überschuss von rund 238 800 Euro zugeführt werden.
"Anfangs des Jahres sah alles rabenschwarz aus", erläuterte Kämmerer Harald Binz in der Gemeinderatsitzung am Donnerstagabend. Dann ist es doch nicht so schlimm gekommen. "Denn die Wirtschaft hat sich vom Krisenjahr schneller erholt als erwartet. Alle in 2010 vorgesehenen Projekte, etwa der Bau des neuen Spielplatzes am Holzweg, die Bachverlegung in Hinterheuweiler oder die Förderleitungen für die Wasserversorgung am Holzweg wurden umgesetzt. "Und so kann die Gemeinde Heuweiler jetzt beruhigt an den Bau des neuen Bürgerhauses herangehen."Kämmerer Binz nannte Zahlen: Das positive Ergebnis kam insbesondere durch die Mehreinnahmen der Gewerbesteuer (insgesamt 118 000 Euro) und aus den deutlich höheren Zuweisungen aus dem Finanzausgleich von rund 35 000 Euro. Zusätzliche Einnahmen in Höhe von 48 000 Euro an Infrastrukturkostenbeiträge für Grundstücke in Hinterheuweiler und einer Zuweisung von 10 000 Euro für die Sanierung des Hannehäusles haben im Verwaltungshaushalt für ein optimales finanzielles Polster gesorgt. Knapp 440 000 Euro Einkommensteuer flossen 2010 in die Kassen der Gemeinde Heuweiler. Als Schlüsselzuweisung erhielt die Gemeinde 340 000 Euro. Die Grundsteuer-Einnahmen stiegen um 6000 Euro auf 101 000 Euro. "Aber auch eine vernünftige Ausgabedisziplin hat den Haushalt entlastet", sagte Binz. Dies alles führte nun zu einer Zuführung des Überschusses von 238 000 Euro an den Vermögenshaushalt. Neben dieser Zuführung hat der Vermögenshaushalt zusätzlich ein Überschuss von 121 300 Euro erwirtschaftet. Somit floss nun auf das Konto der allgemeinen Rücklagen der stolze Betrag von 360 200 Euro. "Das Konto hat Ende 2010 einen Stand von 1,7 Millionen Euro erreicht, eine solide Grundlage für den Bau des Gemeindehauses", verdeutlichte Bürgermeister Reinhard Bentler.
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Zum Jahresende hatte die Gemeinde Heuweiler etwa 300 000 Euro Schulden, was eine Pro-Kopf-Verschuldung bei 1037 Einwohnern von 287,58 Euro bedeutet.
Die Gemeinderäte, Martin Weiner (Freie Wählergemeinschaft), Otmar Maas (Neue Liste) und Sonja Weiß (Frauenliste) erteilten der Verwaltung, vor allem dem Kämmerer Johannes Lorenz, der für die erkrankte Kämmerin Steffi Seiler einsprang, und Harald Binz für die ausführliche Auflistung ein Lob. Weiner appellierte jedoch, auch an die Folgekosten des neuen Bürgerhauses zu denken und sparsam weiterzumachen. Gemeinderat Maas forderte alle Gemeinderäte auf, trotz des neuen Bürgerhauses auch noch für andere Notwendigkeiten den Blick offenen zu haben.
Für das Grundstück der Transformationenstation an der Gundelfinger Straße beschloss der Gemeinderat eine Umgestaltung und stimmte einer außerplanmäßigen Bereitstellung von 6400 Euro zu. Die Turmstation wurde im Frühjahr abgebaut. Nun steht ein kleines Transformationenhäuschen an der Stelle. Der freigewordene Platz wird nun mit Rasenfugensteinen gepflastert, eine Sitzbank soll aufgestellt und zwei Parkplätze eingerichtet werden. In der Mitte des kleinen Platzes wird außerdem noch ein Baum gepflanzt.
Autor: Andrea Steinhart
