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15. September 2016

Vielseitige Live-Musik begeistert die Zuhörer

Die Band Redensart gibt ein Konzert im Gemeindehaus in Heuweiler, dem Heimatort des Gitarristen Laurin Rutgers.

  1. Redensart: Markus Brückner (26), Laurin Rutgers (25), Gabriel Bechler (24) und Danny McClelland (26) in Heuweiler Foto: Stella Kaltenbach

HEUWEILER. Die deutsche Band Redensart wurde am Sonntag von der Kultur-AG der Bürgerrunde in Heuweiler eingeladen. Die vierköpfige Band, bestehend aus Laurin Rutgers, Markus Brückner, Gabriel Bechler und Danny McClelland, sorgte zwei Stunden lang für gute Unterhaltung und tolle Sounds im Gemeindehaus.

Die Gruppe gibt es seit 2011. Sie seien in die Szene reingewachsen, sagt Brückner. Die jungen Musiker haben schon in Frankfurt und weiteren größeren Städten gespielt. Derzeit bereiten sie sich auf MTV Unplugged vor. Dies ist eine vom Fernsehsender MTV produzierte Konzertreihe, bei der Musiker eine Auswahl ihrer Lieder akustisch spielen. Dass die Band nun nach Heuweiler gekommen ist, hat mit Gitarrist Laurin Rutgers zu tun: Er ist hier aufgewachsen und hatte in dem Dorf seine erste Gitarrenstunde. Dass er jemals hier einen Auftritt mit seiner Band haben würde, hätte er damals allerdings nicht gedacht.

Das Live-Konzert war von Indie, Pop und Folk geprägt, was eine beschwingte Atmosphäre erzeugte. Bassist Gabriel Bechler konnte allerdings nicht mitspielen, da er eine Verletzung am Arm hatte. Die Songs klangen dennoch sehr harmonisch und stimmig. Liedtitel wie "Am Ende war nicht alles schlecht" oder "Die Momente danach" versprühten einen Optimismus, der alle Menschen im Saal zu erfassen schien.

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Die Instrumente variierten immer wieder: Schelle, Mundharmonika, Cajon und Glockenspiel – die Musiker beherrschten mehrere Instrumente gleichzeitig. A-capella-Elemente, Pfeifen und Stampfen mit dem Fuß brachten Abwechslung in die Musik. Mit dabei war stets die Akustikgitarre, gespielt vom Sänger Danny McClelland. Bewundernswert war, dass er ohne Mikrophon sang und trotzdem nie von der Musik übertönt wurde. Dazwischen forderte er das Publikum auf, mitzusingen oder die Arme zu heben. Die Band machte so ihrem Namen "Redensart" alle Ehre und schaffte es, die Zuschauer mit ins Geschehen und die Musik einzubinden. Mit Witz und Humor erzählte McClelland immer wieder Episoden aus seinem Leben: von der Arbeit im Biergarten oder davon, wie er sich mal aus seiner Wohnung ausgeschlossen hatte. Aus diesen Erlebnissen entstanden auch zum Teil die Liedtexte, die alle in deutscher Sprache geschrieben waren. Ruhigere Stücke wie "Für schwere Zeiten" regten zum Nachdenken an.

Facettenreich waren nicht nur die Liedtitel, sondern auch die Standorte der Musiker. Sie spielten nach der Pause mitten im Publikum auf der Empore des Gemeindehauses und ließen die Grenzen zwischen Bühne und Zuschauern verblassen. Als Zugabe sang McClelland ein deutsch-spanisches Lied. Er hatte es für Laurin Rutgers Spanischkurs geschrieben und während dessen Referats gesungen. Durch McClellands Lockerheit hatte man das Gefühl, ihn und seine Band schon ewig zu kennen.

Das Publikum war von der Gruppe total begeistert. Nach 14 Songs und zwei Zugaben verabschiedeten sich die vier Musiker mit den Worten: "Es war so schön in Heuweiler."

Weitere Informationen gibt es im Internet unter redensartband.de

Autor: Stella Kaltenbach