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14. November 2011

Volkstrauertag erneuert die Mahnung für Frieden

Bürgermeister Bentler: "Friede ist nicht selbstverständlich".

  1. Volkstrauertag Foto: Andrea Steinhart 

HEUWEILER (ast). Im Gedenken an die Toten von Krieg und Gewalt, vor allem an die Opfer der beiden Weltkriege, versammelten sich am gestrigen Volkstrauertag viele Menschen an den Kriegerdenkmalen und Mahnmalen in den Gemeinden. "Der Tag hat auch heute seine uneingeschränkte Berechtigung, denn er mahnt die heutige Generation zum Frieden", sagte Bürgermeister Reinhard Bentler am Kriegerdenkmal im Heuweiler Kirchenwald. Auch 93 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges und 66 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges dürfe das dunkle Kapitel der deutschen Geschichte, das unsägliche Leid, welches Millionen Menschen zugefügt wurde, nicht vergessen werden.

"Friede ist nicht selbstverständlich", sagte Bentler und erinnerte an die 50 getöteten Bundeswehrsoldaten bei Auslandseinsätzen während der letzten zehn Jahre. Deshalb sei der Volkstrauertag kein veraltetes Ritual, sondern ein wichtiger Gedenktag, der die Sehnsucht nach Versöhnung und Frieden stets wach halten solle.

"Ich war neuneinhalb, als der Krieg ausbrach und eine Todesnachricht nach der anderen die Daheimgebliebenen erreichte. Ich war 12 Jahre alt, als mein Vater in den Krieg musste und ich war 17 Jahre alt, als er ausgezehrt aus der Gefangenschaft zurückkam", erzählte Domkapitular im Ruhestand, Herrmann Ritter, der die Anwesenden einlud, gemeinsam für alle Opfer von Unrecht und Gewalt zu beten. Begleitet wurde die Feierstunde von der Trachtenkapelle Heuweiler und vom Kirchenchor unter Leitung von Roland Mössner. Auch im Glottertal, in Wildtal und in Gundelfingen fanden Gedenkveranstaltungen für die Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Terror statt.

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Autor: ast