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06. April 2013

HINTERGRUND: Mehr als die Inflationsrate

Die bisher erzielten Tarifabschlüsse in der Übersicht.

  1. Stahlarbeiter in Schutzanzug: Die Stahl-Beschäftigten erhalten drei Prozent mehr Geld. Foto: DPA

Seit Jahresbeginn hat es bundesweit bereits eine Reihe von Tarifabschlüssen gegeben. Die Badische Zeitung präsentiert eine Auswahl. Die Abschlüsse liegen über der Inflationsrate. Sie betrug im März 1,4 Prozent.

Bahn
Die rund 130 000 Beschäftigten bekommen ab Mai drei Prozent mehr Geld, eine weitere Erhöhung um drei Prozent folgt im April 2014. Der Abschluss sieht zudem eine Einmalzahlung von 500 Euro vor. Der Branchentarifvertrag für den Nahverkehr wird fortgesetzt. Die Laufzeit beträgt für die meisten Mitarbeiter 19 Monate.

Öffentlicher Dienst
Die rund 800 000 Angestellten der Länder erhalten rückwirkend zum 1. Januar 2013 ein Gehaltsplus von 2,65 Prozent, ab 1. Januar 2014 von 2,95 Prozent, Laufzeit zwei Jahre. Ungelöst blieb die Tarifregelung für angestellte Lehrer.

Klinikärzte
Die bundesweit gut 50 000 Ärzte an städtischen Kliniken bekommen rückwirkend zum 1. Januar 2,6 Prozent mehr Geld, 2014 weitere zwei Prozent. Außerdem gibt es Verbesserungen bei den Bereitschaftsdiensten. Der Abschluss gilt mit Ausnahme von Berlin und Hamburg für mehr als 500 kommunale Krankenhäuser und läuft bis Ende November 2014.

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Eisen- und
Stahlindustrie
Die rund 75 000 Beschäftigten der Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen erhalten ab März drei Prozent mehr Geld, Laufzeit 15 Monate.

Energiewirtschaft

Die 30 000 Beschäftigten des Stromversorgers Eon bekommen rückwirkend ab Jahresbeginn 2,8 Prozent mehr Geld plus eine Einmalzahlung von 300 Euro. Die Laufzeit beträgt 13 Monate. Beim Energiekonzern RWE steigen die Entgelte für die 30 000 Beschäftigten rückwirkend zum 1. Februar um 2,75 Prozent sowie zum 1. Februar 2014 um 1,75 Prozent, zusätzlich zwei Einmalzahlungen von je 250 Euro. Der Tarifvertrag gilt bis Ende 2014. Die rund 21 000 Beschäftigten von regionalen Energieversorgern in Ostdeutschland erhalten 2,8 Prozent mehr ab Mai, 1,8 Prozent ab Mai 2014 sowie zwei Einmalzahlungen von je 275 Euro, Laufzeit bis April 2015.

Landwirtschaft
Für die 120 000 in der Landwirtschaft Beschäftigten gibt es eine Empfehlung, auf die sich Gewerkschaft und Arbeitgeberverbände auf Bundesebene geeinigt haben: vom 1. März an ein Plus von 3,7 Prozent, vom 1. Juli 2014 an von 2,8 Prozent, einmalig 230 Euro, Laufzeit bis Juni 2015. Die Empfehlung wird in regionalen Tarifverträgen umgesetzt.

Autor: dpa