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27. April 2010
Alle Erwartungen klar übertroffen
Beim Jahreskonzert gibt es für Popchor’n reichlichen Applaus / Ein echtes Erfolgserlebnis für die Chorleiterin Martina Freytag.
HINTERZARTEN. Der Titel "Blockbuster" war für das Jahreskonzert von Popchor’n passend ausgewählt. Die 400 Zuhörer im voll besetzten großen Kurhaussaal in Hinterzarten erlebten einen echten musikalischen "Knüller". Fetzige Hits aus Rock, Pop und Gospel mit beeindruckenden Soli und einer gelungenen Choreografie sorgten für ein Musikerlebnis auf hohem Niveau. Reichlich Beifall des begeisterten Publikums waren für Dirigentin Martina Freytag und den Chor der schönste Lohn. Moderator Achim Laber führte mit Charme und Witz durch den Abend.
"Somebody to love" von Queen eröffnete das zweistündige Programm. Der Song von Freddie Mercury stand 1976 auf Platz eins der niederländischen Hitparade. In dem Pop-Medley "This ist the life" waren brandaktuelle Pophits zu hören. Von Herbert Grönemeyer standen in den 80er Jahren mehrere Songs oben in den Charts. Bei "You raise me up" glänzte Elke Wehrle als Solistin. Anhaltender Beifall und Bravo-Rufe erfüllten den großen Saal. Irving Taylors "Everybody loves somebody", bekannt auch durch Versionen von Frank Sinatra und Dean Martin, lud zum Mitsummen ein.Werbung
Das einzige deutschsprachige Lied "Lasse red’n" stammt von der Berliner Punk-Rockband "Die Ärzte" und erfreute vor allem die jüngeren Besucher. Richtig "gefunkt" hat es auch bei "Wire to wire". Das Männer-Sextett des 35-köpfigen Chors nahm die Herausforderung an und erntete dafür reichlich Applaus. Der Popklassiker "A whiter shade of pale" ist durch Paul Potts italienische Version wieder in die aktuellen Charts gekommen. Moderator Laber erinnerte sich: "Bei diesem Stehblues war der Tanzschritt nicht so wichtig, Hauptsache es wurde richtig geklammert." Den Abschluss des ersten Teils bildete der immer wieder gern gehörte Hit "Music", die wohl erfolgreichste Komposition des englischen Musikers John Miles.
Zum zweiten Teil wechselte der Chor auch sein Outfit, statt rot-schwarz dominierten nun blau-weiß. "What a feeling" aus "Flash-Dance" weckte bei einigen Zuhörern Erinnerungen. "Quizaz, Quizaz, Quizaz" aus dem Streifen "Buena Vista Social Club" erklang in spanischer Sprache. Obwohl der Film "Vergänglicher Ruhm" heißt ist "Daydream believer" der US-amerikanischen Popband "Monkees" unvergessen. Oliver Weigand überzeugte als Solist und wurde mit Jubelarien belohnt. In der schwedischen Originalsprache sang der Chor "Gabriella’s Song" aus dem Film "Wie im Himmel". Sigrid Ibrahim sprach zuvor die deutsche Übersetzung des Textes.
Auch wenn schon viele Jahre im Repertoire bleibe "Uptown girl" aus "Moving out" stets "taufrisch," befand Achim Laber. Ein Medley aus dem 1973 in London erstmals aufgeführten Musical "Rocky Horror Picture Show" riss die Zuhörer mit. Die romantische Komödie "Schokolade zum Frühstück" aus dem Jahr 2001 verhalf Bridget Jones mit "All by myself" zu Ruhm. Die Musik stammt aus der Feder von Sergei Rachmaninoff.
Das Konzert übertraf selbst hoch gesteckte Erwartungen. Dirigentin Martina Freytag war zufrieden: "Es lief prima." Die über Jahre gewachsene Begeisterungsfähigkeit, das Vertrauen und die Hingabe der Sängerinnen und Sänger seien deutlich zu spüren. In den letzten Monaten hätten sich einige "herausgemacht und schwimmen auf meiner Wellenlänge. Sie lassen sich leicht führen und begeistern, nehmen Impulse auf und setzen sie gut um." Diese Nachhaltigkeit und Kontinuität sei für eine Chorleitung "ein echtes Erfolgserlebnis." Fast alle Lieder hatte Martina Freytag neu arrangiert.
Begleitet wurde der Chor von Clemens Staiger (Klavier), Eric Karle (Schlagzeug), Christoph Mersinger (Bass) und Martin Hauser (Gitarre). Für den perfekten Ton und das richtig Licht sorgte Peter Ludorf. Eine Einstimmung auf das Konzert bot Franca Wechsler aus Löffingen-Unadingen mit ihrer Trommlerformation.
Das Publikum entließ die "Popchörner" erst nach drei Zugaben von der Bühne. So erklangen noch "You are the light", "Nkosi Sikele" in der Zulu-Sprache, sowie noch einmal die Mini-Ausgabe der "Rocky Horror Picture Show".
Autor: Dieter Maurer
