Besseres Ergebnis dank guter Konjunktur

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 03. September 2018

Hinterzarten

Die Hinterzartener Jahresrechnung für 2017 fällt besser aus als geplant, doch die Gemeinde hat fast sechs Millionen Euro Schulden.

HINTERZARTEN (BZ). Wegen der guten Wirtschaftslage habe die Gemeinde Hinterzarten das Jahr 2017 überraschend gut abschließen können – das ist in der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich geworden. Trotzdem muss Hinterzarten jeden Cent umdrehen, denn der Schuldenstand liegt bei fast sechs Millionen Euro.

Laut Jahresrechnung 2017 liege das Gesamtergebnis bei rund 333 938 Euro. Möglich geworden sei dieses Ergebnis durch deutliche höhere Erträge bei der Gewerbesteuer, die mit 310 000 Euro verzeichnet sind. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer beträgt 122 000 Euro, Schlüsselzuweisungen vom Land sind mit 95 000 Euro beziffert, Zuweisungen für laufende Zwecke vom Land liegen bei 92 000 Euro, die Erträge aus der Kurtaxe betragen 62 000 Euro. Außerdem seien die Aufwendungen für die Unterhaltung von Grundstücken und baulichen Anlagen mit minus 54 000 Euro deutlich geringer ausgefallen als ursprünglich geplant. Gleiches gelte für Abschreibungen (minus 385 000 Euro), Kreisumlage (minus 56 000 Euro) und eine Umsatzsteuernachzahlung an das Finanzamt (minus 83 000 Euro). Das gute Ergebnis in der Ergebnisrechnung für das Jahr 2017 sei folglich hauptsächlich der starken Konjunktur und weniger konkreten Einsparungen der Gemeinde zu verdanken. Rund zwei Millionen Euro sind im Jahr 2017 in Hinterzarten investiert worden, gleichzeitig habe man Investitionszuwendungen in Höhe von rund 1,2 Millionen abgerufen. 2017 seien von der Gemeinde keine Kredite aufgenommen worden, der Zahlungsmittelbestand lag zum Jahresende 2017 bei rund 1,2 Millionen. Der Schuldenstand im Kernhaushalt wird mit rund 3,6 Millionen Euro angegeben, die Gesamtverschuldung unter Berücksichtigung der Eigenbetriebe der Gemeinde Hinterzarten beläuft sich auf fast sechs Millionen Euro. "Die Gemeinde muss in den kommenden Jahren ihren Schuldenstand so gering wie möglich halten, um künftige doppische Haushalte auf solide Beine zu stellen", heißt es in der Tischvorlage. Dies gehe nur durch die Erhöhung der Erträge sowie die Verringerung der Aufwendungen. Andernfalls drohe bei einbrechender Konjunktur sehr rasch ein negatives Ergebnis.