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31. August 2010
Ein Herbst, der Kultur abwirft
Freier Eintritt für Jedermann im Parkhotel Adler.
HINTERZARTEN. Mit orientalischen Tänzen eröffnet Minoú Sabab Sassan am Mittwoch, 1. September, um 21 Uhr den Kultur-Herbst im Parkhotel Adler. Bis Ende November bietet es bei freiem Eintritt ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm. Jede Woche sind fünf Abendveranstaltungen geplant.
Minoú Sabah Sassans Ursprünge liegen in Persien. Sie lernte von ihrer Mutter und Großmutter die klassischen persischen Tänze kennen und lieben. Aus deren sanften, fließenden Bewegungen entwickelte sie später ihre eigenen Interpretationen des orientalischen Tanzes. Die Künstlerin verbindet dabei persische, ägyptische, arabische und andalusisch-maurische Elemente mit Lebensfreude, Temperament und Sinnlichkeit zu einem persönlichen Stil. Seit 1985 lebt, tanzt und unterrichtet sie in Deutschland. Minoú Sabah Sassans tritt jeweils mittwochs, 21 Uhr, in der Leo-Lounge auf.
Freitags, jeweils 18 Uhr, bietet Sybille Steinweg vom Buchladen im Roten Haus in Neustadt Literaturlesungen im "Café Diva". Mit der Lyrikerin Helle Trede aus Hinterzarten, Wulf Schmidt aus Friedenweiler sowie Jürgen Lodemann hat sie drei Gleichgesinnte zur Seite. Trede hat Kurioses und Hintersinniges über die "schönste Zeit des Jahres" zusammen gestellt. Sie schildert komische Missgeschicke, die einem bevorzugt im Urlaub passieren. Reisegeschichten stammen aus der Feder von Autoren wie John Irving, Doris Dörrie und Kerstin Gier. Auch spart sie nicht mit nützlichen Ratschlägen à la Umberto Eco. Schmidt hat zwei Programme ausgearbeitet. Er erzählt so genussvoll wie gehaltvoll über das Thema "Heimito von Doderer trifft Johann Peter Hebel". Der 70 Jahre nach Hebels Tod geborene Wiener Schriftsteller las – womöglich in einem Wiener Café – die "Kalendergeschichten" des alemannischen Dichters, dessen 250. Geburtstag gerade gefeiert wurde. Schmidt ließ sich dazu "Vari-ationen" einfallen. Zudem liest er unter dem Motto "Was ist der Mensch?" aus Werken von zwei Großmeistern der ironisch-komischen und satirischen Poesie, Erich Kästner (1899 bis 1974) und Robert Gernhardt (1937 bis 2006). Schmidt verspricht eine grotesk-humorvolle Kaffeestunde. Lodemann liest aus seinen "Schwarzwaldgeschichten", ein Schatzkästlein von Erzählungen, Märchen, Briefen, Tagebuchnotizen und Gedichten. Die erste Lesung ist am 3. September.
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Jeweils sonntags, 21 Uhr, gibt es in der Leo Lounge "Eine kleine Matchmusik". In seinem neuen Musik-Kabarett tritt Martin Glönkler aus Freiburg erstmals mit Mareike Juskan auf. Das Publikum erlebt eine Paar-Therapie der besonderen Art. Da verschwimmen die Grenzen zwischen Öffentlichem und Privatem. Da wird auf allen Ebenen geplaudert, gekeift, gestritten, geneckt, gehasst – aber auch geliebt. Und es wird über Partnerschaft/Ehe/Beziehung philosophiert, wie es nur ein Liebespaar kann. Fazit: Mann und Frau können Probleme lösen, die sie alleine nicht hätten. Untermalt werden die Dialoge und Sketche mit Liedern von Otto Reutter, Georg Kreisler, Friedrich Holländer, Roger Cicero und Barbara Schöneberger.
Swing mit Oliver Hermann erklingt jeweils montags, 21 Uhr, in der Leo-Lounge. Aufgewachsen in einer Musikerfamilie, lernte er Tasteninstrumente, sang in einem Kirchenchor, tanzte Step und sammelte Erfahrung auf Gesangswettbewerben, bis er für das Hamburger Gesangstrio entdeckt wurde. Daraus hervorgegangen, wechselte Hermann das Genre und ging vom Pop zum Swing über. Er gibt den Klassikern eine moderne Note.
Gleich drei Programme bietet das Duo Martje Vande Ginste und Florian Heilmann aus Hinterzarten. Am 7. September, 18 Uhr, heißt das Motto "Wiener Walzer und Bel Canto". Es erklingen Lieder von Johann Strauss, Franz Lehar, Giacomo Rossini und anderen. Die Besucher erleben Sternstunden des Gesangs aus dem goldenen Wien. Von Mitte Oktober an hören die Besucher bei "I hate music – but I like to sing" Musik aus "Good old England" und den "American way of music". Songs aus Musicals und Filmen versprechen beste Unterhaltung. In der Adventszeit lautet der Titel "Nordlys – Nordlicht". Vande Ginste ist eine Kennerin der skandinavischen Musik und singt die schönsten Lieder aus der Heimat von Edvard Grieg und Jean Sibelius.
Martje Vande Ginste erhielt ihre Ausbildung an den Hochschulen von Antwerpen, Wien und Oslo. 2007 erlangte sie mit einer Studie zu "Skandinavische Lieder in der Originalsprache" den Titel "Laureaat" des Orpheus Instituts in Gent. Liederabende in Europa, Auftritte in Kirchen und Aufnahmen mit Rundfunksendern wechselten sich ab.
Florian Heilmann erfuhr seine pianistische Ausbildung an der Spezialschule für Musik "Carl Maria von Weber" in seiner Heimat Dresden sowie an der Musikhochschule Freiburg. Dort nahm er auch Schauspiel- und Gesangsunterricht. Seit 1998 ist Heilmann im Birklehof tätig, seit 2003 organisiert er dort den Instrumentalbereich und die "Donnerstags-Konzerte". Seit 2007 hat er einen Lehrauftrag für Klavier an der Musikhochschule Freiburg. Er ist Gründungsmitglied des Stimm.Punkt Freiburg. Bei Konzerten feierte er als Solist, Sprecher und Kammermusiker Erfolge.
Autor: Dieter Maurer


