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11. Januar 2016

Große Investitionen warten auf Hinterzarten

Bürgermeister blickt beim Neujahrsempfang auf etliche Vorhaben.

  1. Schecks in Höhe von jeweils 400 Euro überreichten Heike Hofmeier-Zölle, Elfi Ketterer und Christel Faller (von links) an Vereine und Feuerwehr, an die Pfarrgemeinde und an Knete für Knilche. Foto: Dieter Maurer

HINTERZARTEN. Investitionen in Millionenhöhe stehen der finanzschwachen Gemeinde Hinterzarten auch in diesem Jahr ins Haus. Allein für die Sanierung des Kurhauses sind 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Dies erklärte Bürgermeister Klaus-Michael Tatsch beim Neujahrsempfang im großen Saal des 1963 errichteten Gebäudes. Schon im Vorjahr hatte die Kommune viel Geld für die Infrastruktur in die Hand nehmen müssen.

Mit einer Summe von 1,1 Millionen war der Bau des Pendel-Wieli im Adler-Skistadion das teuerste Projekt. Dank großzügiger Fördermittel von Bund, Land und Landkreis seien an der Gemeinde nur zehn statt der befürchteten 30 Prozent der Kosten hängen geblieben. "Mit dem Bau der Bahn ist der Bundes- und Olympiastützpunkt als Trainingszentrum auch in Zukunft wettbewerbsfähig," freute sich der Bürgermeister. Das neue Adler-Bähnle sei auch aus touristischer Sicht eine Bereicherung: "Künftig können damit nicht nur Sportler, sondern auch Gäste bei einer Besichtigung des Skistadions transportiert werden." Ein entsprechendes Konzept werde derzeit mit dem Skiclub ausgearbeitet. Ein weiteres Großprojekt waren der Umbau und die Sanierung der Georg-Thoma-Ganztagsschule.

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Die dringend notwendige Sanierung des Kurhauses konnte 2015 wegen leerer Fördertöpfe nicht in Angriff genommen werden, so Tatsch. Er gehe aber sicher davon aus, dass dieses Vorhaben nun umgesetzt werden kann, "ja umgesetzt werden muss. Die Ausnahmegenehmigung aus Sicht des Brandschutzgutachters läuft nämlich zum 31. Dezember 2016 aus." Zum einen gelte es die Technik zu modernisieren, um neue, innovative Konzepte bei der Nutzung des öffentlichen Gebäudes zu ermöglichen: "Vermehrt sollen hier Messe und Tagungen stattfinden." Auch soll dieses Jahr der Umbau des SV-Clubhauses angepackt werden.

Aufgrund vielfacher Bedenken des Umwelt- und Naturschutzes habe sich die Erschließung des Neubaugebiets "Neuwelt" verzögert. Für dieses Jahr seien weitere Verhandlungen terminiert: "Wir wollen auf jeden Fall im Spätsommer in die Vermarktung gehen. Im Herbst soll mit dem Bau der ersten Häuser begonnen werden können." Für dringend notwendig hält der Bürgermeister den Ausbau des Breitbandnetzes. Diesen will er gemeinsam mit den Nachbarkommunen offensiv angehen.

Im Januar kommen vier syrische Ehepaare

16 Flüchtlinge hat die Gemeinde bislang aufgenommen, im Januar kommen vier Ehepaare aus Syrien hinzu. Die Kommune verfüge momentan über Wohnraum für 40 Personen. Dies sei von Vorteil, sei doch in den nächsten Jahren mit einer erheblichen Zahl an weiteren Flüchtlingen zu rechnen.

Zum Abschluss des Empfangs übergaben die Landfrauen Schecks über jeweils 400 Euro an die Jugend von Trachtenkapelle, Trachten-Akkordeongruppe, Feuerwehr, Skiclub und Sportverein. Ebenfalls in den Genuss einer solchen Spende kamen die Pfarrgemeinde für den Neubau des Kinderspielplatzes sowie Knete für Knilche.

Autor: Dieter Maurer